Herzlich wilkommen auf den Seiten der Forschungsinitiative 'Infrastrukturen der Macht – Macht der Infrastrukturen'


Projektskizzen | Protokolle | Literatur | Sonstiges | Ringvorlesung WS 2010/11

Technische Infrastrukturen sind Machtfaktoren erster Ordnung. Dies liegt in Zeiten politisch umstrittener Gasleitungen, zunehmender weltweiter Konkurrenz um Wasser und angesichts der militärischen Bedeutung von Verkehrswegen auf der Hand.

Bislang wissen wir aber wenig über das spezifische Verhältnis von Infrastrukturen und Macht. Es drängen sich viele noch unbeantwortete Fragen auf: Lässt sich die These halten, dass Infrastrukturen spezifische Formen der Machtausübung begünstigen? Wer profitiert, wer nicht? Wann entstehen neuartige Machtressourcen und neue Gruppen, die Macht ausüben? Gibt es und wer sind mögliche Gegner? Können Gesellschaften frei über die von ihnen geschaffenen Infrastrukturen verfügen, oder werden sie zu Sklaven ihrer Infrastruktursysteme?

Infrastrukturen haben eine besondere Beziehung zur Zeit: Sie sind nicht ohne den Faktor der langen Dauer zu verstehen. Ihre Planung, Bau und Betrieb erfordern einen langen Atem, einmal errichtete Infrastrukturen legen die sie nutzenden Gesellschaften oft auf lange Sicht fest. Daher ist das Phänomen Infrastruktur ein historisches Phänomen par excellence.

Der Untersuchung dieser Fragen und Themen widmet sich seit Anfang 2009 eine interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe von Forscherinnen und Forschern von der Technischen Universität Darmstadt und aus weiteren Institutionen.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die gemeinsame historische Genese von Infrastruktursystemen und Machtausübung zu untersuchen, aus dem Verhältnis beider empirische Erkenntnisse über die Beschaffenheit von „Macht“ zu gewinnen und nach möglichen Konsequenzen für die Infrastrukturpolitik und -planung zu fragen. Aufgrund der zentralen Bedeutung von Infrastrukturen für historische und heutige Gesellschaften werden relevante Erkenntnisse über das Phänomen der Macht in einer Doppelperspektive erwartet – einerseits vom gesellschaftlichen Gesichtspunkt der Partizipation und Distribution her (betreffend Akteure und Phänomene der Inklusion und Exklusion), andererseits aus der infrastrukturellen Perspektive heraus (betreffend Strukturen, Systeme oder Netzwerke). Ohne Infrastrukturen wäre Macht heute anders beschaffen.

Nach oben

Kontakt


 

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 2:

Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften            

Neue Adressen ab 29. September 2014!

Besucheradresse:

Landwehrstraße 50a

S4|23, 3.OG

64293 Darmstadt

Postanschrift:

Dolivostraße 15

64293 Darmstadt

 

Telefax: 06151/16-57464

A A A | Drucken Drucken | Impressum | Kontakt | Suche | Sitemap
zum Seitenanfangzum Seitenanfang