Akademische Feier zum Gedenken an Professorin Dr. Elke Hartmann

04.07.2022

Zum Gedenken an unsere verstorbene Kollegin Professorin Dr. Elke Hartmann richtete das Institut für Geschichte am 01. Juli 2022 eine Akademische Feier aus.

Auf die einleitenden Grußworte des stellvertretenden Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Geschichte, Herrn Prof. Dr. Jens Ivo Engels, folgte eine Ansprache des Dekans des Fachbereichs 2, Herrn Prof. Dr. Markus Lederer. Beide erinnerten an Elke Hartmanns lebensbejahenden Charakter, ihren Charme und ihre zupackende Art. Anschließend gedachte der Kanzler der TU Darmstadt, Herr Dr. Manfred Efinger, mit persönlichen und sehr bewegenden Worten der Verstorbenen. Als Zeichen seiner Verbundenheit überreichte er dem Institut für Geschichte als ehrendes Denkmal eine Skulptur aus naxischem Marmor des Bildhauers Ingbert Brunk.

Prof. Dr. Beate Wagner-Hasel (Leibniz Universität Hannover), Förderin und Vertraute, übernahm die persönliche Würdigung von Elke Hartmann, deren akademische Laufbahn und Rolle in der Forschung zu Frauen in der griechischen und römischen Antike sie nachzeichnete.

Den ersten von insgesamt drei Fachvorträgen hielt Prof. Dr. Wilfried Nippel (HU Berlin), Elke Hartmanns langjähriger Mentor. In seinem facettenreichen Vortrag beschäftigte er sich wissenschaftsgeschichtlich mit der Vielfalt von Kulturgeschichte im 19. Jahrhundert. Im Zentrum des Vortrags standen die Fragen, was unter Kulturgeschichte verstanden werden kann, welche Methoden sie sich im Laufe der Zeit aneignete oder verworfen hat und welche Untersuchungsgegenstände in kulturgeschichtliche Betrachtungen fielen und noch heute fallen.

Anschließend sprach Prof. Dr. Gunnar Seelentag (Leibniz Universität Hannover) über die Konkurrenz innerhalb der Senatsaristokratie im frühen Principat und machte beredt deutlich, dass der Princeps als „Erster unter Gleichen“ bemüht gewesen sei, auf Augenhöhe mit den führenden senatorischen Familien zu konkurrieren, also nicht auctoritas ex officio einzufordern, sondern im steten Konkurrenzaustrag durch die eigene Vorzüglichkeit für sich zu gewinnen.

Dr. Anabelle Thurn (PH Freiburg), die von Elke Hartmann promoviert wurde, befasste sich in ihrem Vortrag mit historischem Lernen im frühkindlichen Alter und zeigte an anschaulichen Beispielen, welches Geschichtsbild Kinder haben, vor allem wie und auf welche Weise sie an Wissen über die Antike gelangen und wie sich ihr Geschichtsbewusstsein entwickelt.

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