Semestereröffnungsvortrag 2017


Zu Beginn des Wintersemesters 2017/18 lädt das Institut für Geschichte ein zum

Semestereröffnungsvortrag
am Dienstag, den 24. Oktober 2017

um 18 Uhr c. t.

im Historischen Hörsaal des Uhrturmgebäudes (S2 08/171)
Hochschulstr. 4

und freut sich, hierfür Frau Prof. Dr. Ute Schneider, Universität Duisburg-Essen begrüßen zu dürfen. Das Thema des Festvortrags lautet:

"Slow and stupid in studying a map"
Raumwissen und Kartenkompetenz im Ersten Weltkrieg

Programm:
1. Begrüßung durch den Geschäftsführenden Direktor Prof. Dr. Dieter Schott
2. Vortrag Prof. Dr. Ute Schneider
3. Verleihung des nach dem Historiker Karl Otmar Freiherr von Aretin  benannten ARETIN-Preises für herausragende Abschlussarbeiten am Institut für Geschichte.

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Stellenangebot


Am Institut für Geschichte, Fachgebiet Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte der TU Darmstadt ist zum 1. Januar 2018 die Stelle für eine/einen

Wiss. Mitarbeiterin/Mitarbeiter – 65 %

im DFG-Projekt „Großsiedlungen in der Krise? Modernekritik und Vergemeinschaftung in den 1970er Jahren“ (auf drei Jahre befristet) zu besetzen.

Mehr dazu Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


Evenarí Ringvorlesung: "Jüdisches Erbe"


Die Vortragsreihe richtet sich wieder an Studierende aller Fachrichtungen der TU Darmstadt sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Sie ist, entsprechend den interdisziplinären Anliegen des Evenar?-Forums für Deutsch-Jüdische Studien, thematisch bewusst weit aufgespannt: unter dem Titel »Jüdisches Erbe« geht sie den tiefen, vielfältigen Spuren nach, die jüdische Religion wie Repräsentantinnen und Repräsentanten jüdischer Kultur in der europäischen Geschichte bis auf den heutigen Tag gezogen haben. Der Betrachtungsfocus richtet sich dabei insbesondere auf den deutschsprachigen Raum, wird aber auch über die Geschichte Israels bis in die Gegenwart führen und überraschende Einblicke ermöglichen. So erwartet uns ein eindrucksvoller Streifzug durch alle Bereiche, die das Forum zu integrieren sucht: Technik-, Natur-, Geschichts- und Kulturwissenschaften.

Unter den Vortragenden sind Wissenschaftler_innen unterschiedlicher Fachrichtungen aus dem In- und Ausland. Studierende können im Rahmen interdisziplinärer Lehre Credit Points für ihren Studiengang erlangen. Voraussetzungen sind dafür eine regelmäßige Teilnahme sowie die Anfertigung von zwei Vorlesungsprotokollen eigener Wahl.

Die Ringvorlesung findet montags von 18:05 - 19:45 Uhr statt, Veranstaltungsort: S 103/123, Dozent: Prof. Dr. Volkhard Huth. Start ist der 23.10. 2017.

Programmdetails siehe Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhier.


10. September, Haus der Geschichte: Mensa-Essen zum Anschauen


Auch unser tägliches Essen hat eine Geschichte! Am Tag der offenen Tür geht es am Sonntag im Haus der Geschichte in Darmstadt um die Geschichte der Darmstädter Mensa. Eine von Studierenden des Instituts für Geschichte erstellte Ausstellung präsentiert Interessantes und Überraschendes zur Geschichte des Studierendenwerks, zur Baugeschichte der Mensen, dem täglichen Mensabetrieb und dem Wandel des Essensangebots:

„Studentenfutter. Esskultur an der TU Darmstadt“

10. September 2017
11-18h
Haus der Geschichte
Karolinenplatz 3
Darmstadt

Eintritt frei


Ringvorlesung: "Das Jahr 1917. Auftakt zum kurzen 20. Jahrhundert?"


Über den Vortrag von Christof Dipper über das 1917 und die Periodisierung des 20. Jahrhunderts, in dem er die "Zäsurillusion" zum Thema machte, berichtete zum Abschluss der gut besuchten Vortragsreihe das Darmstädter Echo am 20. Juli 2017 in der Print- und Onlineausgabe. Zu dem Bericht "Was eine Epoche ist, sagen die Fakten nicht" geht es Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


Studierende recherchieren "Orte der Freiheit"


Im Sommersemester 2017 befassen sich Studierende am Fachbereich Geschichte der TU Darmstadt mit Erinnerungsorten zur Freiheit in der Region. In Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain erforschen sie nicht nur historische Hintergründe, sondern hinterfragen auch, wie sich die Orte heute im Stadtraum und in der Wahrnehmung der Bewohner darstellen. Ein erster Vor-Ort-Termin führte unter anderem zu den Überresten des ehemaligen Gefängnisses in der Rundeturmstraße in Darmstadt, wo der liberale Oppositionelle Friedrich Ludwig Weidig 1837 qualvoll verstarb.
Weitere Recherchen sind in Offenbach, Gernsheim, Königstein im Taunus, Hanau, Östrich-Winkel und Neu-Isenburg geplant. Alle Ergebnisse sollen auf der interaktiven Karte der KulturRegion veröffentlicht werden.

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Ringvorlesung: "Das Jahr 1917. Auftakt zum kurzen 20. Jahrhundert?“


Das Darmstädter Echo berichtete am 24.04.17 Print und Online über die Ringvorlesung am Institut für Geschichte in seinem Artikel "Beginn und Endpunkt von Epochen".


Neues Forschungsprojekt: Globalgeschichte der Technik


Das Institut für Geschichte gratuliert dem Darmstädter Technikhistoriker Prof. Dr. Mikael Hård zur Förderung seines Projekts A Global History of Technology, 1850 – 2000 durch den renommierten European Research Council. Das Projekt wird mit 2,5 Millionen Euro finanziell unterstützt.

Fünf Jahre lang werden Professor Hård und sein Team die Globalgeschichte der Technik 1850-2000 erforschen. Ziel ist es, die bisher vernachlässigte Technikentwicklung des sogenannten Globalen Südens zu untersuchen.

Eine Projektskizze finden Sie hier.










Ralf König (1987–2017)


                                     Wir trauern um unseren Kollegen Ralf König.

 

 

 


Ringvorlesung: "Das Jahr 1917. Auftakt zum kurzen 20. Jahrhundert?“


Ringvorlesung im Sommersemester 2017

Dienstags, 18:15-19:30

S1|03 223, Hochschulstr. 1

Das Jahr 1917 gilt als Epochenjahr der neueren Geschichte. Die Oktoberrevolution in Russland und der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg begründeten nach dieser Lesart die Mächtekonstellation, die das „kurze 20. Jahrhundert“ bis zum Zerfall der Sowjetunion prägen sollte. Zugleich kam es 1917 zu einer weiteren Radikalisierung der Kriegsführung, zur Mobilisierung der Heimatfront und zu verschärften Protesten in den kriegführenden Ländern.

Opens external link in new windowzum Programm der Ringvorlesung (mit Vortrags-Abstracts)

Opens internal link in current windowzum Programm der Ringvorlesun (Übersicht auf einer Seite)

Prüfungsthemen LaG Geschichte - Herbst 2017


Die Prüfungsthemen im Fach Geschichte für den Staatsexamensdurchgang im Herbst 2017 stehen nun online. Sie finden sie unter dem Menüpunkt "Studiengänge" beim Lehramtsstudiengang oder hier.

Tagung der Schader-Stiftung: War die Zukunft früher besser?


War die Zukunft früher besser? Akademische und außerakademische Berufsperspektiven in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften

Wie steht es um die Berufsperspektiven in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften?

Donnerstag, 9. bis Freitag, 10. Februar 2017
Schader-Forum, Darmstadt

Angesichts einer neuen Exzellenzstrategie, dem Auslaufen vieler Förderpakte und dem stetigen Absinken der universitären Grundfinanzierung sind die Arbeitsbedingungen des so genannten Mittelbaus über die Fächergrenzen hinweg so prekär wie nie.

Fehlende Planbarkeit der akademischen und außerakademischen Karrieren, befristete Projektstellen, die Frage nach der Wissenschaft als Beruf und der Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen, aber auch die Wege im Wissenschaftssystem und aus der Wissenschaft heraus sind die Problemhorizonte, die erörtert werden sollten.

Zu diesem Zweck veranstalten die Fachverbände Deutsche Gesellschaft für  Erziehungswissenschaft (DGfE), Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und Verband  der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit der Schader-Stiftung erstmalig eine gemeinsame wissenschaftspolitische Konferenz zum Thema Berufsperspektiven in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften.

Die Fachgesellschaften haben sich zum Ziel gesetzt, Lösungsansätze für die genannten Herausforderungen intensiv zu diskutieren. Daher ist die Konferenz im Schader-Forum in hohem Maße auf Dialog angelegt und bietet in Streitgesprächen, Workshops, Dialog-Cafés sowie einer Podiumsdiskussion vielfältige Möglichkeiten des Austauschs. Eingeladen sind Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler innerhalb und außerhalb  des Wissenschaftssystems.

In Kooperation mit den Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK), Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) und dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD).

 

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie unter: www.schader-stiftung.de/wissenschaft_und_beruf

Anmeldung bitte bis spätestens 2. Februar 2017 an die Schader-Stiftung, E-Mail: kontakt(at)schader-stiftung.de , Fax: 0 61 51 / 17 59 – 25.

 

Tagung: Machtträger und (Krisen-) Management im Zeichen der Moral


Am 9. und 10. Dezember veranstaltet das Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte die Tagung „Theoretisieren, Argumentieren, Disziplinieren. Machtträger und (Krisen-) Management im Zeichen der Moral (8.–16. Jh.)“

Initiates file downloadZum Tagungsprogramm

Zeithistorische Masterarbeit an der TU Darmstadt zu Flüchtlingen und Vertriebenen in der Stadt und im Landkreis Darmstadt nach 1945


Die oftmals vertretende These von der raschen und harmonischen Integration von Flüchtlingen und Vertriebenen in der Stadt und im Landkreis Darmstadt nach 1945 ist ein Mythos. Vielmehr war die erste Nachkriegsdekade geprägt von Neid, Verteilungskampf, Konkurrenzdenken und Ressentiments. Das belegt der Historiker Kristof Lukitsch in seiner Masterarbeit an der TU Darmstadt.

Aretin Preisträger 2016


Am 25.10.2016 verlieh das Institut für Geschichte zum vierten Mal den Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis für hervorragende Abschlussarbeiten von Studierenden des Instituts für Geschichte.

Brindusa Salzgeber schrieb eine Master-Thesis mit dem Titel:
„Frauen und die Altstoffsammlung. Fallstudie: Nationalsozialismus (1933-1945)“
betreut im Fachgebiet Technikgeschichte

Der Fokus der vorgelegten Thesis liegt auf den alltäglichen Funktionen, den wahrgenommenen Rollen und den diskursiven Zuschreibungen der Frau während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft – vor allem im Bezug auf Mülltrennung, Altstoffsammlung und Recycling. Als Quellenbasis dienen Verordnungen und Broschüren, Zeitschriften und Zeitungsauszüge; Letztere sind dem Darmstädter Raum entnommen. Zwar hat Frau Salzgeber sich einem Untersuchungsgegenstand zugewandt, der in neuster Zeit nicht selten bearbeitet worden ist. Umso größer ist ihre Leistung, dennoch  nicht-triviale Thesen zu entwickeln und zu belegen. So zeigt sie überzeugend, dass den Frauen „eine Aufwertung propagandistischer Natur“ zuteilwurde. Sie arbeitet gut heraus, dass Frauen „Druck auf emotioneller Ebene ausgesetzt“ waren und das Sammeln von Altstoffen „mit ideologisch-moralischen und ökonomischen Argumenten begründet“ wurde. Sehr erfreulich ist  auch die Tatsache, dass Frau Salzgeber die Grenzen ihrer Quellen benennt und klarmacht, dass die Vorstellungen der Frauen selbst sich der Analyse entziehen. Die Struktur der eingereichten Abschlussarbeit ist logisch und klar, die Sprachbehandlung ausgezeichnet.

Felix Heidrich schrieb eine Wiss. Hausarbeit für das Lehramt an Gymnasien mit dem Titel:
„Mathematik in der griechischen Antike im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis“
betreut im Fachgebiet Alte Geschichte

Herr Heidrich hat sich zum Ziel gesetzt, mit wissenschaftshistorischem Erkenntnisinteresse das Verhältnis von „theoretischer“ und „praktischer Mathematik“ in der griechischen Antike von der ionischen Naturphilosophie bis zum hellenistischen Denker Archimedes von Syrakus zu verfolgen. Im Ergebnis zeichnet sich ab, dass in der ionischen Periode der spekulative, aber auf das Erkennen von abstrakten Prinzipien zielende, naturphilosophische Ansatz überwog. Allerdings in einer Verbindung eines konkreten, der Anschauung zugänglichen Problems mit dem Streben nach der Formulierung abstrakter Prinzipien. In der klassischen Periode stand das Streben nach der Formulierung abstrakter Prinzipien im Schatten des übermächtigen Einflusses der Platonischen Ideenlehre, ohne jedoch völlig von der Verankerung von Problemstellungen in der praktischen Lebenswelt abzusehen.
Herr Heidrich widmet sich einem Thema, für dessen Bearbeitung sowohl mathematischer Sachverstand als auch die Fähigkeit zu kulturgeschichtlicher Einordnung von Nöten sind. Beides bezeugt Herr Heidrich auf eindrucksvolle Weise. Die Darstellung ist sehr klar und sinnvoll gegliedert; sie ist schwungvoll, flüssig und geradezu fehlerfrei geschrieben und bindet auf überzeugende Weise Abbildungen ein.

15. Evenarí-Ringvorlesung „Die Welt jenseits von Luther. Fundamentalismen und Transformationen vor und nach 1517“


Montags 18:05 - 19:45 Uhr, Raum S1 03/123

Der Kalender der historischen Gedenktage bietet mit dem Jahr 2017 die Gelegenheit, an die 500. Wiederkehr der Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen zu erinnern. Sie steht traditionell für eine „Reformation“ genannte Epoche, die im Selbstbild Europas häufig als Zeitenwende charakterisiert wird: Auf lange Sicht habe sie unter anderem einen Individualisierungs-, Rationalisierungs- und Säkularisierungsschub gefördert (Max Weber).

Wenn man von einer affirmierenden Geschichtsschreibung absieht, kann man diese „Zeitenwende“ im europäischen Langzeitgedächtnis mit guten Gründen auch als eine Art ambivalenter Modernisierungskrise deuten. Sie stellt sich als eine lange, von Fundamentalismen und der Auseinandersetzung mit religiöser Devianz geprägte Phase dar, die unter anderem das Verhältnis zur bis dahin wichtigsten religiös andersartigen Gruppe, den Juden, tiefgreifend veränderte. Opens internal link in current windowweiter

Die Vortragsreihe richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen der TU Darmstadt sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Initiates file downloadZum Programm der Ringvorlesung

 

 

Prüfungsthemen LaG Herbst 2016 und Frühjahr 2017


Die o. g. Prüfungsthemen stehen nun auf der Website des LaG-Studiengangs zur Verfügung (Opens internal link in current windowLink).

 

 

Ausschreibung 12 Promotionsstellen


Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Technischen Universität Darmstadt neu eingerichtete, interdisziplinäre Graduiertenkolleg (GRK) „Kritische Infrastrukturen: Konstruktion, Funktionskrisen und Schutz in Städten“ schreibt zum 01. Oktober 2016 12 Stellen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Wissenschaftlicher Mitarbeiter aus.

Initiates file downloadZur Ausschreibung

 

 

Geschichte als Naturwissenschaft? Podiumsdiskussion zu Perspektiven biologischer Forschung in der Geschichtswissenschaft


Anlässlich der Gründung des neuen Max Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena 2014 veranstaltete das Institut für Geschichte an der TU Darmstadt am 26. Januar 2016 eine Podiumsdiskussion über Chancen und Grenzen naturwissenschaftlicher Methoden in der Geschichtswissenschaft.

Opens internal link in current windowMehr Informationen

Opens external link in new windowInterview mit Prof. Dr. Jens Ivo Engels und Prof. Dr. Gerrit Schenk

Zur Podiumsdiskussion "Geschichte als Naturwissenschaft?" stehen nun ein Bericht des Deutschlandfunks und ein Bericht auf Deutschlandradio Kultur zum Anhören zur Verfügung:

www.deutschlandradiokultur.de/menschheitsgeschichte-historiker-im-zwist-mit.976.de.html

www.deutschlandfunk.de/aus-kultur-und-sozialwissenschaften.1147.de.html

Neu erschienen: "Karl Otmar von Aretin. Historiker und Zeitgenosse"


Dipper, Christof / Engels, Jens Ivo (Hrsg.): Karl Otmar von Aretin. Historiker und Zeitgenosse, Frankfurt am Main 2015.

Im Rahmen einer eintägigen Konferenz an der TU Darmstadt, deren Beiträge im nun erschienenen Band wiedergegeben sind, hat das Institut für Geschichte das Lebenswerk seines Gründers Karl Otmar Freiherr von Aretin in seinem ganzen Umfang ausgelotet. Der im März 2014 verstorbene Historiker war zweifellos das prominenteste Mitglied des Instituts. Die Zahl seiner nationalen und internationalen Ehrungen, seine Doppelrolle als Professor in Darmstadt und Direktor der Universalgeschichtlichen Abteilung des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, seine Funktionen namentlich innerhalb der Organisationen der Geschichtswissenschaft und nicht zuletzt seine enorme Publikationsliste zeigen das eindrücklich.

Mehr zum Buch

Aretin Preisträger 2015


Hervorragende Abschlussarbeiten von Studierenden des Instituts für Geschichte werden seit 2013 mit dem Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis ausgezeichnet. Die vom Institut eingesetzte Jury verleiht drei Preise für jeweils eine Arbeit auf dem Niveau des Bachelors, des Masters und der Wissenschaftlichen Hausarbeit für die Zulassung zum 1. Staatsexamen.

Der Preis für die beste MA-Arbeit geht an Frau Annika Runkel. In ihrer Abschluss-Arbeit für den M.A. of Education untersucht sie „Die geschlechtsspezifische Vermittlung von ‚Rassenkunde, -hygiene und Bevölkerungspolitik‘ im Biologieunterricht“ anhand von Assessorenarbeiten aus den 1930er Jahren. Im Zentrum steht, wie diese ‚neuen‘ Inhalte des Biologie-Unterrichts im NS für Jungen und Mädchen unterschiedlich aufbereitet und thematisiert wurden. Die Anlage und Fragestellung der Thesis kombiniert in bemerkenswerter Weise zeitgeschichtliche, didaktische und geschlechtergeschichtliche Fragestellungen. Sie vereinbart eine anspruchsvolle, komplexe Fragestellung mit souveräner Erarbeitung der Sekundärliteratur, innovativer Quellenheuristik, sehr guter Quellenkritik und schließlich einer fast fehlerfreien sprachlichen Präsentation, die versiert, abwechslungsreich, stellenweise geradezu elegant erscheint.

Der Aretin-Preis für die beste wissenschaftliche Hausarbeit in der Kategorie ‚Lehramt an Gymnasien‘ geht zu gleichen Teilen an Frau Theresa Dorsam und Frau Melanie Perlitz.

Theresa Dorsam geht in ihrer Arbeit „Hetärentum in Rom?“ der Frage nach, wie das Hetärentum im klassischen Griechenland und der späten Römischen Republik in den Quellen dargestellt wird und welche Beziehungen sich daraus zwischen Hetäre und Mann ergeben. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Grenzen zwischen Hetären (wörtlich „Gefährtin“) und Prostituierten nicht immer klar zu trennen seien, den Hetären aber durchaus eine andere Stellung innerhalb der antiken Gesellschaft zugekommen sei. Politischer, wirtschaftlicher und damit auch gesellschaftlicher Aufstieg waren möglich. Besonders die sprachliche Gestaltung und der gekonnte Umgang mit den Quellen haben die Jury überzeugt.

Melanie Perlitz hat unter dem Titel „Die Darstellung des Ersten Weltkrieges in deutschen Schulgeschichtsbüchern“ den Einfluss variierender Interpretationen und Denkmodelle über den Ersten Weltkrieg auf deren Präsentation in den Lehrmaterialien des deutschen Geschichtsunterrichtes seit 1960 untersucht. Sie kann eindeutig nachweisen, dass es im fraglichen Zeitraum zu einem Wandel des Geschichtsbewusstseins gekommen ist: In den untersuchten Schulbüchern findet dieser seinen Niederschlag gleichermaßen in Gestalt eines Wechsels von der Politik- hin zur Sozial- und Kulturgeschichte wie auch in einer zunehmenden Vielfalt der verwendeten Medien. Die Jury zeigt sich besonders davon beeindruckt, dass die Examensarbeit auf hervorragende Art und Weise den fachwissen­schaftlichen mit dem fachdidaktischen Zugriff vereinigt und so für beide Seiten exzellente Ergebnisse bereitzustellen vermag.

Für die Kategorie B.A.-Thesis gab es 2015 keine Vorschläge.

Neues Studienangebot “Geschichte mit Schwerpunkt Moderne”


Sie interessieren sich für das Fach Geschichte, aber mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts? Sie suchen einen Studiengang, der eine breite Grundlagenausbildung mit dieser Schwerpunktsetzung verbindet? Dann sind Sie richtig beim neuen Studienangebot des Instituts für Geschichte der TU Darmstadt!

Im Wintersemester 2015/16 können Sie erstmals den Bachelor-Studiengang “Geschichte mit Schwerpunkt Moderne” belegen.

Der Studiengang verbindet eine Grundlagenausbildung im Fach Geschichte (Pflichtfachgebiete Neuere Geschichte und Technikgeschichte, Wahlfachgebiete Alte Geschichte und Mittelalterliche Geschichte) mit einer Schwerpunktsetzung auf Veranstaltungen zur Geschichte der Moderne (ab ca. 1800). Auf diese Weise werden vertiefte Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten ausgebildet und eingeübt.

Die Grundlagenausbildung ist an den üblichen Standards des Faches Geschichte orientiert und schafft dadurch die Basis für die Aufnahme eines anschließenden Master-Studiums. Zudem enthält der Studiengang aber auch ausführliche Praxisanteile (Sprachkurse, Praktikumssemester, wissenschaftliches Schreiben), die eine Berufsorientierung erleichtern. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.

Zulassungsvoraussetzungen sind:

  • Abitur oder Fachabitur
  • Englischkenntnisse (sieben Jahre Englischunterricht an der Schule ODER Mindestnote “befriedigend” im Abgangszeugnis ODER andere entsprechende Nachweise)
  • Lateinkenntnisse sind für die Zulassung zum Studium nicht vorausgesetzt.

Weitere Informationen

 

 

Kontakt


 

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 2:

Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften            

Besucheradresse:

Landwehrstraße 50a

S4|23, 3.OG

64293 Darmstadt

Postanschrift:

Dolivostraße 15

64293 Darmstadt

 

Telefax: 06151/16-57464

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