Internationale Tagung "Wasserwirtschaft und Wasserrechte", 2. - 4. September 2019 in Lorsch/Bergstraße


Konflikte um Wasserwirtschaft und Wasserrechte. Vom Ende der Antike bis zur Industrialisierung // Contesting Water Management and Water Rights. From the End of Antiquity to Industrialization

Dreitägige, international besetzte Tagung organisiert von Dr. Michele Campopiano und Prof. Gerrit Jasper Schenk, Fachgebiet Mittelalter / Flyer

Wenn eine Ressource für unterschiedliche Zwecke und auf unterschiedliche Weise genutzt wird, können Konflikte entstehen und die Konfliktparteien können versuchen, Eigentumsrechte zu sichern, um ihr spezifisches Ziel zu erreichen.

Die Konferenz wird den Zeitraum zwischen ca. 600 und dem 19. Jahrhundert behandeln
Die Konferenz legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Untersuchung von Auseinandersetzungen, die sich aus Unterschieden in den sozialen Organisations- und Siedlungsstrukturen ergeben, wie z.B. der Konflikt zwischen Stadt und Land in der Geschichte Europas, ist aber auch offen für die Diskussion anderer sozio-geografischer Konstellationen - auch außerhalb Europas.

 

When a resource can be deployed for several different uses, conflicts may arise and the conflictual parties may try to secure property rights in order to reach their specific objective. The conference will address the period between approx.  600 and the 19. Century.

It will be of particular interest for the conference to examine conflicts arising from differences in social organization and settlement structures, such as the conflict between city and countryside in the history of Europe: the conference is, however, open to discuss all forms of water-related conflicts arising from socio-geographic complexity, also outside of Europe.



Teilnahme kostenlos, Anmeldung per Mail bei Anita Schilz, Fachgebietsassistenz Mittelalter.

Das Institut trauert um Prof. Dr. Martin Vogt


Prof. Dr. Martin Vogt gestorben (30.5.1936-22.7.2019)

Wer zwischen 1975 und 2001 in Darmstadt Geschichte studierte, saß mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann in einer Lehrveranstaltung von Martin Vogt, der in Darmstadt zunächst hauptamtlicher Dozent für Zeitgeschichte, später apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte war. Die von ihm angebotenen Themenbereiche waren weitgespannt, sie reichten von der frühneuzeitlichen Kolonisation über Preußen und das Kaiserreich bis zur Zeitgeschichte. Bei letzterer lag sein Schwerpunkt auf dem Gebiet der Weimarer Republik und der zwei Weltkriege. In den beiden zuletzt genannten Themenbereichen genossen seine Publikationen internationale Beachtung; sein größter Erfolg in dieser Hinsicht war sicher die von ihm mit Kollegen initiierte Sektion zur Historischen Friedensforschung auf dem Internationalen Historikertag 2000 in Oslo. Unter den vielen Beiträgen zum Nationalsozialismus, den zu fürchten er als Kind Anlass hatte, ragt sein 1991 zusammen mit Christina Vanja herausgegebener Sammelband „Euthanasie in Hessen“ hervor, denn dieses Thema war damals noch so gut wie gar nicht bearbeitet.

Martin Vogt studierte Geschichte in Göttingen und promovierte 1962 beim seinerzeit hochberühmten Mittelalter- und Neuzeithistoriker Percy Ernst Schramm mit einer Arbeit über den deutschen Vormärz im Urteil der englischen Presse. Anschließend war er kurze Zeit Assistent in Kiel bei dem nicht minder prominenten Karl Dietrich Erdmann, ging aber schon bald ans Bundesarchiv in Koblenz, wo er unter Erdmanns Leitung die Akten etlicher Kabinette der Weimarer Republik (Hermann Müller, Gustav Stresemann) edierte. So wurde er einer der besten Kenner dieser Zeit. Aber Vogt wollte Hochschullehrer werden und so griff er zu, als der Darmstädter Ordinarius Karl Otmar von Aretin ihm die Dozentenstelle anbot. Auf ihr habilitierte er sich 1980, ging aber zwei Jahre später, als seine Stelle nicht verlängert wurde, als Leiter der Bibliothek des Instituts für Europäische Geschichte nach Mainz, wo er sich als Mentor der in- und ausländischen Stipendiaten große Verdienste erwarb, die ihm lebenslang gedankt wurden. Darmstadt blieb er erhalten, weil er, der leidenschaftliche Hochschullehrer, den Kontakt zur Universität, und das hieß bei ihm: zu jungen Menschen keinesfalls missen wollte. Sein Meisterstück in dieser Hinsicht war die von ihm organisierte Ringvorlesung „Entdeckungen und frühe Kolonisation“ von 1991/92, die schon 1993 als Buchausgabe erschien. Vogt lehrte auch im Ruhestand weiter; seine Leidenschaft als Lehrer erkaltete erst bei der Umstellung des Lehrbetriebs im Zuge der sog. Bologna-Reformen 2005. Noch 2004 überschrieb der Hochschulredakteur der FAZ seine Vorlesung als einen „langen ruhigen Fluss“. Treffender konnte man es nicht formulieren. Am 22. Juli 2019 verstarb Martin Vogt überraschend in seinem 84. Lebensjahr. Das Institut für Geschichte wird ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Herrenhausen-Konferenz "Extreme Events: Building Climate Resilient Societies" 9.-11.10.2019 in Hannover


Auf der Konferenz diskutieren internationale Experten, wie die gesellschaftliche Resilienz gegen Klimaextreme vor dem Hintergrund der Ziele für nachhaltige Entwicklung verbessert werden kann. Die Konferenz wurde durch Prof. Dr. Gerrit J. Schenk im Rahmen der Arbeitsgruppe "Future Earth" miteingeworben und -organisiert. Sie wird durch die VolkswagenStiftung gefördert.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Wechsel der Prüfungsordnungen am FB 02


Mehr zur Einführung von neuen Ordnungen für die Studiengänge am Fachbereich 2 hier.

Workshop "Anders wohnen" in Hamburg


Am 16./17. Mai 2019 veranstaltete das Fachgebiet Neuere Geschichte gemeinsam mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg den Workshop "Anders Wohnen. Großsiedlungen und die Konstruktion von Differenz seit den 1970er Jahren".

Großsiedlungen sind „anders“. Sowohl ihre architektonischen und räumlichen Merkmale als auch ihr Image und ihre soziale Komposition scheinen sie deutlich von anderen Stadtteilen abzuheben. Vor allem aber ist diese Absonderung selbst ein definierendes Kennzeichen von Großsiedlungen. Schließlich sind es nicht so sehr die baulichen oder sozialstrukturellen Besonderheiten an sich, sondern vielmehr die Wahrnehmung von Differenz, die den gesellschaftlichen Umgang mit Großsiedlungen prägt.
Diese Prozesse der Differenzierung sind Gegenstand des Workshops, der danach fragt, wie Großsiedlungen als „anders“ konstruiert wurden. Dabei steht vor allem die problemorientierte Differenzierung, die spätestens seit den 1970er Jahren dominiert, im Mittelpunkt.

Mehr dazu hier; das Programm siehe hier.

Das Institut trauert um Prof. Dr. Hans-Christoph Schröder


Das Institut für Geschichte trauert um Prof. Dr. Hans-Christoph Schröder, der von 1973 bis 1998 die Professur für Neuere Geschichte inne hatte. Herr Schröder starb am 8.2.2019 nach längerer Krankheit in Darmstadt.

Hans-Christoph Schröder wurde 1933 in Rathenow bei Berlin geboren. Nach seinem Studium der Amerikanistik und Geschichte in Köln promovierte er 1966 bei Theodor Schieder mit einer Arbeit über „Sozialismus und Imperialismus. Die Auseinandersetzung der deutschen Sozialdemokratie mit dem Imperialismusproblem und der "Weltpolitik" vor 1914“. Im Anschluss arbeitete er am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen.

In seiner frühen Laufbahn setzte sich Hans-Christoph Schröder primär mit der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung auseinander, wobei ihn sein Interesse am Thema ‚Imperialismus‘ zu Forschungen über die Zusammenhänge von Imperialismus und antidemokratischem Denken am Beispiel Alfred Milners oder die Haltung des Sozialdemokraten Gustav Noske zur Kolonialpolitik im Deutschen Kaiserreich führte. Während seiner Professur in Darmstadt widmete sich Schröder insbesondere der angelsächsischen Geschichte und trat mit viel beachteten Publikationen zur amerikanischen Revolution (1982), zu den Revolutionen Englands im 17. Jahrhundert (1986) und zu George Orwell (1988) hervor. Wegweisend waren auch seine Studien zum Puritanismus. Sehr großen Erfolg hatte vor allem eine Überblicksdarstellung zur englischen Geschichte. Noch 2017 konnte er für deren siebte Auflage als einer der ersten Beobachter den Brexit in die Zusammenhänge der britischen Geschichte einordnen.

In seinen Anfangsjahren am Institut für Geschichte war Hans-Christoph Schröder Mitherausgeber der Zeitschrift ‚Geschichte und Gesellschaft‘ und der Schriftenreihe ‚Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft‘, beides bedeutende Organe im Prozess der Modernisierung der Geschichtswissenschaft in dieser Aufbruchszeit.

Seinen ehemaligen Studierenden ist Hans-Christoph Schröder als engagierter Hochschullehrer in Erinnerung. Legendär sind die umfangreichen Bücherstapel an neuester wissenschaftlicher Literatur, die er in seine Vorlesungen mitbrachte und stets minutiös durchgearbeitet hatte. Er beeindruckte durch seinen breiten Interessenhorizont, der sich auch in seiner Liebe zur Musik und Literatur ausdrückte. Vor allem aber schätzten die Studierenden, dass er in ihnen stets gleichberechtigte intellektuelle Gesprächspartner suchte und sie auf diese Weise zur Entwicklung eigener Gedanken und Fragen an die Geschichte ermunterte.

Das Institut für Geschichte wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

TV-Interview mit Herrn Prof. Dr. Dieter Schott


Am Freitag, 11.01.2019 wurde im SWR Fernsehen im Rahmen der Serie „Technikgeschichten aus dem Südwesten“ die Sendung "Die Trambahn" ein Interview mit Herrn Prof. Dr. Dieter Schott ausgestrahlt.Das Interview dreht sich um Nutzung, Akzeptanz und soziale wie räumliche Folgen der elektrischen Straßenbahn in den ersten Jahren ihrer Einführung um 1900.

Hier der Link zur Mediathek.

Athene-Preis für Gute Lehre für Wissenschaftler des Instituts für Geschichte


 

Stephan Ebert (Hauptpreisträger) und Prof. Dr. Jens Ivo Engels (Sonderpreis) erhalten Athene-Preis für Gute Lehre

Der jährlich von der Carlo und Karin Giersch-Stiftung verliehene Athene-Preis für Gute Lehre  ging im Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften dieses Jahr an Stephan Ebert, der für seine forschungs- und praxisnahe Lehrveranstaltung „Essen und Trinken im Mittelalter“ prämiert wurde. Er ist zugleich diesjähriger Hauptpreisträger und verlieh der Veranstaltung durch seine kurzweilige und humorvolle Dankesrede eine vergnügliche Note.

In seiner Rede verriet er allen Anwesenden die Rezeptur des „Heidnischen Kuchens“, die gemeinsam mit den Studierenden verfeinert wurde. Nachzulesen sind viele der um neue Ingredienzen erweiterten Rezepte auf dem Mittelalter-Blog, der so manche Anregung für eigene mittelalterliche Kochversuche bereithält.

Den diesjährigenSonderpreis Digitale Lehre erhielt Prof. Dr. Jens Ivo Engels für sein seit Sommersemester 2017 bestehendes Lehrforschungsprojekt „Orte der Freiheit in der Region“, in dessen Zentrum die Darstellung und digitale Aufbereitung von teils in Vergessenheit geratenen Gedenkorten im Rhein-Main-Gebiet steht. Zusammen mit der Studierenden Janika Schiffel stellte er anschaulich das Projekt vor, das sich einer Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain verdankt. Die Ergebnisse dieser verdienstvollen Arbeit werden auf einer interaktiven Karte zur Verfügung gestellt, die in Kürze auch mobil über eine App abrufbar sein wird.

 

Semester-Eröffnungsvortrag und Verleihung des Aretin-Preises 2018 am 23.10.18


Am 23.10.2018 fand der Semester-Eröffnungsvortrag und die Verleihung des Aretin-Preises statt. Frau Dagmar Schäfer, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin war zu Gast mit ihrem Vortrag:

Innovation 0.1: Der Wert des Neuen vor der Erfindung der Moderne in China.

Mehr zum Aretin-Preis und zu den diesjährigen Preisträgern finden Sie hier.

17. Evenarí Ringvorlesung im WS 18/19: "Erlösung und Verschwörung. Marxismus - Messianismus - utopische Gesellschaftsentwürfe."


Die Ringvorlesung in diesem Wintersemester trägt den Titel "Erlösung und Verschwörung. Marxismus - Messianismus - utopische Gesellschaftsentwürfe." und soll im Marx-Jubiläumsjahr 2018 einen eigenen Darmstädter Akzent setzen... weitere Information und die Detailplanung der Gastvorträge finden Sie hier:  Evenarí-Ringvorlesungen; mehr zum Evenarí-Forum.

Veranstaltungstag und -zeit: Montag, 18:05 – 19:45 Uhr
Ort: S 1|03 123

Veranstaltungsleiter: Apl. Prof. Dr. Volkhard Huth und Prof. Dr. Gerrit Jasper Schenk

Beginn: 15.10.2018

Den Flyer zur Ringvorlesung mit den geplanten Vorträgen finden Sie hier.

Kontakt


 

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 2:

Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften            

Besuchsadresse:

Landwehrstraße 50a

S4|23, 3.OG

64293 Darmstadt

Postanschrift:

Dolivostraße 15

64293 Darmstadt

 

Telefax: 06151/16-57464

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