Berufsfelder


 

Geschichtsabsolventen kommen in vielen verschiedenen beruflichen Bereichen unter. Traditionelle Arbeitsplätze sind neben dem Lehramt etwa in Museen, Bibliotheken und Archiven, aber auch in der Forschung und Lehre an Universitäten oder außeruniversitären Institutionen zu finden (Opens external link in new windowhttps://www.blogs.uni-mainz.de/fb07-geschichteundberuf/files/2014/03/Traditionelle-Berufsfelder.pdf). Außerdem qualifiziert das Studium auch für branchenübergreifende Tätigkeiten, vor allem in den Bereichen Medien, Kommunikation oder Kultur (Opens external link in new windowhttps://www.blogs.uni-mainz.de/fb07-geschichteundberuf/files/2014/03/Fachnahe-Bereiche.pdf). Weiterhin bieten sich eine Vielzahl von Berufschancen im Öffentlichen Dienst (z.B. in der Verwaltung oder im Auswärtigen Dienst) oder in der freien Wirtschaft (z.B. in Unternehmensarchiven, als Marktforscher oder Journalist) (Opens external link in new windowhttps://www.blogs.uni-mainz.de/fb07-geschichteundberuf/files/2014/03/Fachfremde-T%C3%A4tigkeiten-in-der-Wirtschaft-und-Selbst%C3%A4ndigkeit.pdf).

Laut verschiedenen Studien zur Arbeitsmarktsituation von Geistes- und GesellschaftswissenschaftlerInnen, etablieren sich GeschichtsstudentInnen zwar nicht wesentlich besser als andere GeisteswissenschaftlerInnen, jedoch auch nicht schlechter. Genauere Details zur Arbeitsmarktsituation von HistorikerInnen bietet die Studie von der Hochschul-Informations-System GmbH von 2008.

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.dzhw.eu/pdf/pub_fh/fh-200811.pdf

Studierten HistorikerInnen stehen viele Berufsfelder offen. Florentine Fritzen beschreibt in ihrem Artikel Vom Geisteswissenschaftler-Getto in die Pharmabranche, in der Frankfurter Allgemeine Zeitung die Karriere einer Geschichtsstudentin in der Presseabteilung eines internationalen Pharmaunternehmens.

Auch das Berufsfeld des History Marketings (Opens external link in new windowhttp://hochschulanzeiger.faz.net/magazin/berufseinstieg/history-marketing-neue-berufschance-fuer-historiker-11166827.html) wird zunehmend attraktiver. Der Artikel der FAZ zeigt, dass sich der Arbeitsmarkt für HistorikerInnen in den letzten Jahren positiv entwickelt hat.

Dies sind nur zwei der zahlreichen Beispiele die belegen, dass HistorikerInnen auch jenseits der altbekannten Berufsfelder erfolgreich sein können. Weitere Beispiele für alternative Berufsfelder benennt Daniela Lukaßen in ihrem Artikel Berufliche Alternativen für Historiker.

Allgemein sind die Berufsaussichten für Geisteswissenschaftler besser als man glaubt, so beschreibt es Dr. Jörg Pannier, Studien- und Berufsberater bei der Agentur für Arbeit in einem Interview (http://beruf.hypotheses.org/371#more-371).

 

 

Bei der Beantwortung der Frage, was man alles tun und lassen kann als studierter HistorikerIn, hilft die Internetseite der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Es handelt sich um die online gestellte Zusammenfassung einer Informationsveranstaltung aus dem Wintersemester 2010.

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.uni-bamberg.de/?id=47916

Was wird wie präsentiert?

Die Homepage der Universität Bamberg bietet eine Auflistung der klassischen Berufsfelder für Historiker: Archiv, Bibliothekswesen, Schulbuchverlag, Stadttourismus, Politik, Kulturmanagement und Promotion. Zu den oben genannten Berufsperspektiven finden sich die Präsentationen des jeweiligen Referenten als PDF zum Download. Es handelt sich um die Verschriftlichung der im Seminar gehaltenen Vorträge.

Wozu sind die Informationen nützlich?

Die Internetseite der Universität Bamberg ist eine gut sortierte Sammlung verschiedener Berufsfelder mit kurzen, knappen Informationen. Die Informationen sind gut sortiert und übersichtlich, bieten einen sinnvollen Einstieg für die eigene Recherche zur Berufsorientierung.

Da es sich um die Zusammenstellung einzelner Vorträge handelt, kann die Ausrichtung der Informationen variieren. Während im Vortrag zum Archiv auch erklärt wird, was Archivgut ist und die Frage erläutert wird, wozu Archive generell sinnvoll sind, konzentriert sich der Referent zur Promotion allein auf praktische Hinweise für den Studierenden.

Was fehlt an Informationen?

Die Seite der Universität Bamberg bietet allein konventionelle Berufsfelder an. Es gibt zum Beispiel keine Informationen zur möglichen Selbstständigkeit oder zum Quereinstieg in eher untypische Berufszweige. Des weiteren fehlen Adressen, Kontakte und grundlegende, weiterführende Informationen.

 

 

Eine weitere Recherchehilfe ist die Veröffentlichung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Frank Kleinehagenbrock und Stefan Petersen haben 2011 den Leitfaden zum Thema „Berufsfelder für Historikerinnen und Historiker sowie Studierende anderer Geisteswissenschaften“ herausgegeben.

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de

Was wird wie präsentiert?

Nach einem Grußwort des ehemaligen Staatsministers Zehetmair widmet sich die Publikation allgemeinen Informationen zur Profibildung im Studium, einen roten Faden spinnen lernen, der Präsentation im Bewerbungsprozess, die richtige Analyse angebotener Stellen. Daran angeschlossen findet sich eine pointierte, und gut recherchierte Literaturliste zu verschiedenen Themen (Praktika, Karriere, Bewerbung und Arbeitsmarkt).

Den Hauptteil bilden die Vorstellungen sowohl der als klassisch bezeichneten Berufsfelder für HistorikerInnen, als auch unkonventionelle, moderne Berufsoptionen. Zu den klassischen Berufen zählen: Museum, Archiv, Bibliothek, Schule und Erwachsenenbildung. Im zweiten Teil werden der Verlag, Journalismus, die Selbstständigkeit, Bank, Kommunikation und Verwaltung und internationale und europäische Politik. Zum Abschluss folgen Kapitel zur Begabtenförderung und der Nachwuchsförderung unter WissenschaftlerInnen. Der Hauptteil, die detaillierte Vorstellung der möglichen Berufsfelder, folgt immer den gleichen Gliederungspunkten: Wie ist der Einstieg möglich, was ist die aktuelle Stellensituation, wie funktioniert die Jobsuche, was sind nötige Qualifikationen und einer ausführlichen Literaturangabe.

Die einzelnen Kapitel sind verschriftlichte Vorträge verschiedener, in diesem jeweiligen Berufsfeld arbeitenden Personen. Es erfolgt eine umfangreiche und gründliche Vorstellung der jeweiligen Chancen, Risiken, Möglichkeiten und, das wichtigste, der Praxis.

Wozu sind die Informationen nützlich?

Die 85 Seiten starke Publikation verbindet zwei Aspekte: Zum ersten eine wirklich an Informationen, Hinweise und Tipps nichts zu vermissen lassende Zusammenstellung der Berufsfelder. Zum zweiten stammen die Informationen von Personen, die selbst in den Bereichen arbeiten oder zumindest tätig waren. Die Onlinepublikation ist eine umfangreiche Informationsquelle sowohl für klassische Berufsziele, als auch für die unkonventionellen Wünsche des eventuellen Quereinstiegs.

Was fehlt an Informationen?

Durch den Bezug der Publikation auf Angebote, Workshops etc. der Universität Würzburg fehlen dementsprechend Informationen auf bundesweiter Ebene.

 

 

Eine dritte Seite zur ersten Recherche über mögliche Berufsfelder ist die Online Berufsberatung der Schweiz. Die Seite bietet einen guten Überblick zur Einstiegsrecherche, für die erste Orientierung.

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.berufsberatung.ch/dyn/6010.aspx?id_branch=244

Was wird wie präsentiert?

Zu Beginn erfolgen Kurzinformationen zu verschiedenen, ausgewählten Berufsfeldern, wie Forschung, Archive, Verlag, Organisationen, Medien und Bildung. Nachstehend gibt es eine ausführliche Liste anderer, teils ungewöhnlicher Berufe zum anklicken,

Durch den Aufbau der Homepage als Berufsportal erfolgt eine sofortige Weiterleitung zum entsprechenden Artikel. Der Aufbau als nicht nur geisteswissenschaftliches Berufsportal ermöglicht die ganzheitliche Recherche zu spontan auffallenden Schlagwörtern.

Im Anschluss gibt es ausgewählte Portraits von Historikern in unterschiedlichen Berufen. Die biografischen Interviews geben Auskunft über individuelle Lebensläufe. Nicht bei jedem war im ersten Semester klar, wohin die Reise gehen soll, und nicht jeder hat sein Studium in Regelstudienzeit geschafft, andere waren mit fünf schon Journalist. Die Portraits verdeutlichen die möglichen Umwege, Brüche und Strategien zur Berufserreichung.

Wozu sind die Informationen nützlich?

Eindeutiger Vorteil dieser Seite ist die Verlinkung zu anderen Themen, innerhalb des Portals. Des weiteren ist die Thematisierung finanzieller Aspekte, wie zum Beispiel der Berufseinstieg über Teilzeit, positiv. Die Tätigkeitsfelder werden inhaltlich zusammengefasst und kurz prägnant umrissen. Auch unkonventionelle Tätigkeiten (wie zum Beispiel Diplomat) werden in der Liste aufgeführt und zum Weiterlesen angeboten.

Das Portal bietet Inspiration in der Auseinandersetzung mit dem Thema Berufe für Historiker und sortiert die ersten Einstiegsinformationen gut aufbereitet und leicht zugänglich. Die Texte enthalten neben den gewünschten, formalen Informationen auch Tipps und Tricks zur Erreichung eines jeweiligen Berufswunsches, frühes Kontakte knüpfen zahlt sich aus, oder eine internationale Ausrichtung des Studiums würde die Karriere auf dem internationalen Parkett erleichtern.

Was fehlt an Informationen?

Es fehlen die weiterführenden Informationen zu jedem einzelnen Berufsfeld. Allerdings muss man an dieser Stelle die Rolle und Funktion solcher Portale reflektieren, und die dargebotenen Angebote als Orientierung und Starthilfe ernst nehmen.

Das Portal ist aus der Schweiz und dementsprechend sind die Informationen entsprechend Schweizer Verhältnissen dargestellt.

Kontakt


 

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 2:

Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften            

Besuchsadresse:

Landwehrstraße 50a

S4|23, 3.OG

64293 Darmstadt

Postanschrift:

Dolivostraße 15

64293 Darmstadt

 

Telefax: 06151/16-57464

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