Ringvorlesung: "Das Jahr 1917. Auftakt zum kurzen 20. Jahrhundert?“


Sommersemester 2017
Dienstags, 18:15-19:30
S1|03 223, Hochschulstr. 1

Das Jahr 1917 gilt als Epochenjahr der neueren Geschichte. Die Oktoberrevolution in Russland und der Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg begründeten nach dieser Lesart die Mächtekonstellation, die das „kurze 20. Jahrhundert“ bis zum Zerfall der Sowjetunion prägen sollte. Zugleich kam es 1917 zu einer weiteren Radikalisierung der Kriegsführung, zur Mobilisierung der Heimatfront und zu verschärften Protesten in den kriegführenden Ländern.

Die Ringvorlesung fragt, ob die Charakterisierung des Jahres 1917 als historische Zäsur angesichts neuer weltpolitischer Rahmenbedingungen und veränderter geschichtswissenschaftlicher Perspektiven noch plausibel ist. Dazu nähern sich die Vorträge der Geschichte und Wirkung des Jahres aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Sowohl Ereignisse und Debatten des Jahres 1917 als auch längerfristige gesellschaftliche und politische Entwicklungen, die über die Grenzen des Jahres hinausweisen, werden aus den Zusammenhängen des Ersten Weltkriegs heraus betrachtet und in ihren Wirkungen analysiert. Dadurch soll ein neuer Blick auf das Jahr 1917 möglich werden.

Die Vortragenden sind ausgewiesene Historikerinnen und Historiker des Instituts für Geschichte der TU Darmstadt sowie renommierte Experten von anderen deutschen Universitäten.

 

Programm (für ein Programm mit Vortrags-Abstracts klicken Sie bitte Opens external link in new windowhier)

25.04.2017
Jörn Leonhard: 1917 und die Revolution steigender Erwartungen

02.05.2017
Philipp Gassert: Der Kriegseintritt der USA 1917: Auftakt zum demokratischen Zeitalter?

09.05.2017
Dietmar Neutatz: Die Russische Revolution 1917: Ihre Folgen und historischen Bewertungen

16.05.2017
Gerrit Schenk: „Aber eine aktive Politik liegt doch unserm Kreis ganz fern ...“. Zum Kriegseinsatz der Mediävistik im Ersten Weltkrieg

23.05.2017
Mikael Hård: „Wissenschaft als Beruf“: Max Weber als Universitätspolitiker

30.05.2017
Karsten Uhl: 1917 als Ausgangspunkt der Humanisierung des Arbeitslebens im 20. Jahrhundert

06.06.2017
Dieter Schott: Die Heimatfront halten! Die unmöglichen Aufgaben der Städte im Krieg

13.06.2017
Jens Ivo Engels: Endzeit des Parlamentarismus nach dem Ersten Weltkrieg? Korruptionskritik und die autoritäre Versuchung in Europa

20.06.2017
Nils Riecken: 1917 im Nahen Osten: Die Balfour-Deklaration, Palästina und die Entstehung des Nahostkonflikts

27.06.2017
Birte Förster: Kontrolle und Nutzung kolonialer Ressourcen. Die Imperial War Conference von 1917

04.07.2017
Noyan Dinçkal: Versehrte Körper im Zeitalter der Weltkriege

11.07.2017
Rainer Liedtke: Neuanfang? Thessaloniki nach dem Brand von 1917

18.07.2017
Christof Dipper: Das Jahr 1917 und die Periodisierung des 20. Jahrhunderts

Kontakt


 

Institut für Geschichte

Technische Universität Darmstadt

Fachbereich 2:

Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften            

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