„GIS and the City”: the Use of GIS in Historical Research

Workshop an der TU Darmstadt, 13./14. September 2018

Die Nutzung von digitalen Karten und digitaler Kartierung hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Parallel zu diesem Kartierungsboom stieg die Verbreitung von Geo-Informationssystemen (GIS) wegen der allgegenwärtigen Verfügbarkeit digitaler Daten, digitaler Geräte und dem Internet. Karten und kartenbasierte Information sind nicht nur alltägliche Begleiter beim Umgang mit unseren Mobiltelefonen etwa bei Wetter und Verkehrskarten, sie rücken auch immer stärker in den Fokus wissenschaftlicher Forschung in den Geisteswissenschaften.

Vor allem für historische Forschung mit ausgeprägt räumlichen Bezügen wie Stadtgeschichte erscheint die Nutzung von GIS sehr attraktiv. Dies trifft nicht nur für die Visualisierung von Muster und Strukturen zu, die durch ‘traditionelle’ Methoden erarbeitet wurden, sondern auch für den Prozess der Entwicklung von Hypothesen durch die Identifizierung räumlicher Strukturen mit der Hilfe von GIS, die nicht so leicht aus narrativen Quellen oder tabellarisch organisierten statistischen Daten erkennbar sind.

In der Stadtgeschichte werden Geo-Informationssysteme schon längere Zeit genutzt, wie einschlägige Sektionen bei den regelmäßigen Konferenzen der European Association for Urban History (EAUH) zeigen. An der TU Darmstadt bieten wir seit Sommersemester 2017 ein Lehrprojekt an, das darauf abzielt, Studierende in der Nutzung von GIS zu trainieren, um Daten über die jüngere Geschichte der Stadt Darmstadt einzugeben und zu analysieren. Die Stadt Darmstadt hat kriegsbedingt massive Verluste der archivalischen Überlieferung erlitten. Eine zentrale Zielsetzung des Projekts ist, den Mangel an Verwaltungsakten durch die GIS-Eingabe und Verarbeitung von seriellen Daten aus Adressbüchern, Verwaltungsberichten oder Standesamtsakten ein Stück weit zu kompensieren.

Das Projekt wird durch Seminare begleitet, in denen über die Nutzung von GIS in der Geschichte und den Geisteswissenschaften reflektiert wird. Den Abschluss soll ein internationaler Workshop bilden, an dem Sie sich aktiv beteiligen können.

Der Workshop findet am 13. und 14. September an der TU Darmstadt statt.

Wir möchten sie bitten, Vorschläge für Vorträge oder digitale Poster/Karten einzureichen, in denen die Nutzung von GIS in der Stadtgeschichte für verschiedene Aspekte und Perioden diskutiert wird. Wir begrüßen auch Vortragsthemen zum Themenfeld ‘Public History’ (Schulen, Museen, touristische Führer, Apps, Geschichtspfade etc.) Die Vortragszeit ist 20 Minuten und sollte auch eine Demonstration von GIS-Anwendungen mit einschließen. Die notwendige Hardware wird gestellt. Die Arbeitssprache des Workshop ist Englisch, aber es können auch Vorträge auf Deutsch gehalten werden, sofern ein etwas ausführlicheres englisches Abstract für die Teilnehmer bereitgehalten wird.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge mit einem Text von nicht mehr als 250 Worten, 2-3 Hinweise auf Publikationen (am besten dazu Internet-Links) und ggf. 3 Screenshots interessanter Anwendungen an GIS_and_the_City(at)pg.tu-darmstadt.de

bis zum 10. Februar 2018. Wir werden Sie über Annahme Ihrer Vorschläge bis zum 31.3.2018 in Kenntnis setzen.

Prof. Dieter Schott                                         Dr. Wolfgang Moschek

Institut für Geschichte, FB Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, TU Darmstadt

Landwehrstr. 50a, D-64293 Darmstadt

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an: moschek(at)pg.tu-darmstadt.de

Leitung:

Prof. Dr. Dieter Schott

Dr. Wolfgang Moschek

 

Kontakt:

GIS_and_the_City(ät)pg.tu-darmstadt.de

Technische Universität Darmstadt
Institut für Geschichte
Landwehrstr. 50
64293 Darmstadt

Postadresse:
Dolivostr. 15
64293 Darmstadt

 

Tel.: +49(0)6151/16-57312
Fax: +49(0)6151/16-57464

A A A | Drucken Drucken | Impressum | Datenschutzerklärung | Kontakt | Suche | Sitemap
zum Seitenanfangzum Seitenanfang