Workshop: „Methode und Material. Philosophisches Arbeiten zwischen Systematik und Geschichte"

23.07.2021 von

In der heutigen akademischen Philosophie dominiert die Auffassung, dass zwischen „historischer“ und „systematischer“ Forschung zu unterscheiden ist. Mit „historisch“ ist dabei gemeinhin die Rekonstruktion vergangener philosophischer Positionen gemeint, während „systematisch“ einen Bezug auf aktuelle Debatten und Argumentationszusammenhänge bezeichnet, der auf eine Auseinandersetzung mit historischen Kontexten der Philosophiegeschichte verzichtet.

Kevin Liggieri,
Fachbereich Technikgeschichte, TU-Darmstadt

Ziel des Workshops ist es, über mögliche Vor- und Nachteile philosophischen Forschens zwischen Geschichte und systematischen Fragen zu diskutieren und methodische Zugänge aber auch Probleme zu reflektieren.

Personalbild von Kevin Liggieri

Auch wenn diese Unterscheidung ohne Frage heuristischen Wert besitzt, so erweist sie sich unter theoretischen Gesichtspunkten dennoch als problematisch und für den Begriff von Philosophie selbst folgenreich.

Geht man davon aus, dass die Geschichte zur Philosophie gehört und historische Herangehensweisen systematische Methoden nicht nur komplettieren, sondern deren Kerngehalte mitbestimmen, dann bleibt dennoch unklar, was jeweils unter „Geschichte“ bzw. „Philosophie“ verstanden werden soll. Wie kann ein vermittelndes, historisch fundiertes Philosophieren – auch unter Rückgriff auf Archivquellen und Materialien – aussehen?

Dieser Problemkonstellation möchte sich der Workshop „Methode und Material. Philosophisches Arbeiten zwischen Systematik und Geschichte“ widmen.

Zum Programm des Workshops „Methode und Material. Philosophisches Arbeiten zwischen Systematik und Geschichte" (wird in neuem Tab geöffnet)

Methode-und-Material_23-24.7.2021
Bild: Netzwerk "Philosophiehistorisches Arbeiten"
Poster: Methode und Material. Philosophisches Arbeiten zwischen Systematik und Geschichte, Workshop vom 23. bis 24. Juli 2021 an der Universität Jena