Daniel Gneckow M.A.
Mittelalterliche Geschichte
Projektmitarbeiter "Burchards Dekret Digital"
Kontakt
gneckow@pg.tu-...
Work
S3 |12 521
Residenzschloss 1
64283
Darmstadt
- Seit Juli 2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Burchards Dekret Digital“, finanziert von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, bis 12/2025 an der Universität Kassel und seit 01/2026 an der TU Darmstadt
- 2020 Wissenschaftliche Hilfskraft im Akademie-Projekt „Burchards Dekret Digital“
- 2019–2020 Promotionsstipendiat des Otto-Braun-Fonds
- WiSe 2018/2019–SoSe 2022 Lehrbeauftragter für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Kassel
- Seit 2018 Doktorand im Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte der Universität Kassel
- 2016 Praktikum am Kunsthistorischen Institut in Florenz
- 2015–2019 studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Kassel
- 2016–2018 Master Europäische Geschichte an der Universität Kassel; Abschluss mit der Masterarbeit „Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I. Die Landgrafschaft Hessen 1247–1264“
- 2013–2016 Kombinations-Bachelor Geschichte/Germanistik an der Universität Kassel; Abschluss mit der Bachelorarbeit „Der Schwäbische Städtebund zwischen 1376 und 1382“
Städtische Sicherheitspolitik im Südwesten des Reichs. Der Schwäbische Städtebund 1376–1389 (Arbeitstitel)
Das Promotionsprojekt untersucht die Sicherheitsinteressen des Schwäbischen Städtebunds von 1376 bis 1389 und die Strategien seiner Mitglieder bei der Austragung und Beilegung von Konflikten. Der Raum Schwaben zeichnete sich in dieser Zeit durch die Existenz zahlreicher Reichsstädte und Freier Städte innerhalb eines herrschaftlich äußerst uneinheitlichen Gebiets aus. Die schwäbischen Kommunen verbündeten sich gegen alle Arten von Bedrohungen ihrer Autonomie und trugen wechselvolle Konflikte mit dem Reichsoberhaupt, der Fürstenopposition sowie lokalen Rittern und Herren aus, um ihre Eigenständigkeit zu behaupten. Ziel des Projekts ist es, anhand der Urkunden, Akten und Korrespondenzen der städtischen Bündnispartner die dynamischen Entwicklungen der Konfliktbewältigung zu verdeutlichen und die dahinterstehenden Sicherheitsinteressen der Parteien zu beleuchten. Die Analyse erfolgt auf drei Ebenen: Erstens über die Intentionen der beteiligten Akteure in ihrem jeweiligen räumlichen und herrschaftspolitischen Kontext, zweitens über die Strategien und Mittel des Städtebunds zur Beilegung von Konflikten und zur Herstellung sicherer Verhältnisse sowie drittens über die Kooperation der Städte und ihre Vorgehensweise bei kriegerischen Auseinandersetzungen.
- Stadt- und Landesgeschichte
- Geschichte des Heiligen Römischen Reichs
- Kirchenrechtsgeschichte
- Digital Humanities
- Kodikologie und Paläographie
Herausgeberschaft
- Ingrid Baumgärtner, Mapping Narrations – Narrating Maps. Concepts of the World in the Middle Ages and the Early Modern Period, hg. v. Daniel Gneckow, Anna Hollenbach und Phillip Landgrebe (Research in Medieval and Early Modern Culture 34), Berlin/Boston 2022.
Aufsätze
- Burchard’s Decretum in Italy: Manuscript Families and Scribal Interventions, in: Edward Roberts (Hg.), Sammelband zum Seventeenth International Congress of Medieval Canon Law (ICMCL) 2024 in Canterbury, in Vorbereitung.
- Abhängigkeiten entwirren. Zur Handschriftentradition von Burchards Decretum, in: Ingrid Baumgärtner, Klaus Herbers und Ludger Körntgen (Hg.), Burchard von Worms und die vorgratianischen Sammlungen (Quellen und Forschungen zum Recht im Mittelalter 16), Ostfildern 2025, S. 97–182.
- The ‘Town War’ (1387–89): The Swabian League of Cities in Rebellion? in: Adrian Jobson, Harriet Kersey und Gordon McKelvie (Hg.), Rebellion in Medieval Europe, c.1000–c.1500, Woodbridge 2025, S. 227–246.
- Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I. Die Landgrafschaft Hessen 1247–1264, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 124 (2019), S. 1–36.
- Zusammen mit Ingrid Baumgärtner, Vollmarshausen 1019. Die urkundliche Ersterwähnung im Kontext, in: Angela Pitzschke (Bearb.), 1000 Jahre Vollmarshausen. Ein Ort mit Geschichte, Gudensberg-Gleichen 2018, S. 13–22.
Rezensionen
- Thomas Insley, Die Personengruppen um die Mainzer Erzbischöfe Siegfried II. (1200–1230) und Siegfried III. (1230–1249) (Heidelberger Abhandlungen zur Mittleren und Neueren Geschichte 29), Heidelberg 2022, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 74 (2024), S. 238–239.
- John Morrissey, Amalfi – Moderne im Mittelalter (Expansion, Interaktion, Akkulturation (Globalhistorische Skizzen 36), Wien 2020, in: Historische Zeitschrift 312/2 (2021), S. 490–491.
- Simon Liening, Das Gesandtschaftswesen der Stadt Straßburg zu Beginn des 15. Jahrhunderts (Mittelalter-Forschungen 63), Ostfildern 2019, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 25/2 (2020), S. 447–449.
- Harm von Seggern (Hg.), Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800). Ein Handbuch, Abteilung I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte, Teil 1: Nordosten (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof), Ostfildern 2018, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 25/1 (2020), S. 245–246.
- Gerhard Fouquet/Ferdinand Opll/Sven Rabeler/Martin Scheutz (Hg.), Social Functions of Urban Spaces through the Ages / Soziale Funktionen städtischer Räume im Wandel (Residenzenforschung. Neue Folge: Stadt und Hof 5), Ostfildern 2018, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 24/2 (2019), S. 485–486.
- Miriam Czock/Anja Rathmann-Lutz, ZeitenWelten. Zur Verschränkung von Weltdeutung und Zeitwahrnehmung, 750–1350, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 23/2 (2018), S. 6–7.
- Matthias Seim, Reformation und Stadtverfassung. Die inneren Auseinandersetzungen in den Städten der Landgrafschaft Hessen im frühen 16. Jahrhundert (Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag, Reihe Geschichtswissenschaft 33). Baden-Baden 2017, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 68 (2018), S. 271–273.
Tagungsberichte
- Tagungsbericht zur Sektion III „Kirchenrecht zwischen mittelalterlicher Praxis und Digital Humanities“ des 44. Rechtshistorikertags „Die Sprache der Quellen“, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 111 (2025), S. 428–433.
- Minerva-Gentner Symposium „Burchard of Mount Sion’s Descriptio Terrae Sanctae“, in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte, 20.03.2023, https://mittelalter.hypotheses.org/30155 (zusammen mit Moritz Lange).
- Workshop „Digital edieren“ des Akademieprojekts „Burchards Dekret Digital“, in: H-Soz-Kult, 16.06.2022, www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-128006.
- Hessisch/Mittelrheinisches Kolloquium (NF 21) des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte, in: HSozKult, 31.08.2018, www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7835; und: KOBRA (Kasseler OnlineBibliothek, Repository und Archiv), http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:34-2018072455886 (zusammen mit Daniel Götte).
- 3. Italientag der Universität Kassel: Italien und das Meer. L’Italia e il mare. Raum – Reise – Migration, in: HSozKult, 29.07.2017, www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7270313 (zusammen mit Johannes Thüne).
- 2. Italientag der Universität Kassel: Wissenschaften und Künste aus Italien. Kulturtransfer von Süd nach Nord vom Spätmittelalter bis ins 20. Jahrhundert, in: HSozKult, 20.10.2016, www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6758.
- November 2025: „Überlieferung und Edition des Decretum Burchardi“, Seminar „Meilensteine der Kanonistik: Das Decretum Burchardi“, Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Niels Becker.
- Oktober 2025: „Das Wormser Skriptorium: Redaktionen und Hände“, Kongress „Burchard von Worms: Ein Bischof und seine Welt (1000–1025)“.
- Juli 2025: „Reforming Burchard’s Decretum: Manuscript Tradition and Gregorian Innovation“, Sektion „Burchard’s Decretum: Transmission, Reception, and Digital Potentials“, organisiert gemeinsam mit Dr. Kevin Kulp (Goethe-Universität Frankfurt am Main), International Medieval Congress, Leeds.
- Juni 2025: „Das Decretum Burchardi. Ein lebender Text und sein digitales Potential“, Frankfurter Rechtshistorische Abendgespräche, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Prof. Dr. David von Mayenburg.
- Mai 2025: „Das Dekret des Bischofs Burchard von Worms: Entstehung, Inhalte, Überlieferung“, Kolloquium „Einführung in die Geschichte des Kirchenrechts“, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Kevin Kulp.
- Februar 2025: „Burchards Dekret Digital. Herausforderungen und Potentiale digitalen Edierens“, Landesgeschichtliches Kolloquium, Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Christine Reinle und Prof. Dr. Ulrich Ritzerfeld.
- November 2024: „Das Dekret Burchards von Worms im Kölner Codex 119. Zur Entwicklung der handschriftlichen Überlieferung“, 10. Symposion „Mittelalterliche Handschriften der Kölner Dombibliothek“, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln.
- September 2024: „Burchards Dekret Digital. Der Schreibtisch eines mittelalterlichen Rechtsgelehrten“, 44. Rechtshistorikertag „Die Sprache der Quellen“, Goethe-Universität Frankfurt am Main.
- Juli 2024: „Burchard’s Decretum in Italy: Manuscript Families and Scribal Interventions“, Seventeenth International Congress of Medieval Canon Law (ICMCL), University of Kent, Canterbury.
- Dezember 2023: „Sicherheit zwischen Krieg und Frieden. Reichsstädtische Schiedsverfahren im späten 14. Jahrhundert“, Kolloquium „Neues aus dem Mittelalter“, Universität Kassel, Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner und Prof. Dr. Christian Jaser.
- November 2023: „Herrschaftliche Verdichtung – Die schwäbischen Reichsstädte und die Luxemburger“, Kolloquium Mittelalterliche Geschichte, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Jörg Rogge und Prof. Dr. Steffen Krieb.
- Juli 2023: „Entangled Codices. Inter-Manuscript Dependencies in Burchard’s Decretum“, Sektion „Entanglements in Canon Law: ‚Burchards Dekret Digital‘“, International Medieval Congress, Leeds.
- Dezember 2022: „Mediation und Schiedsverfahren im Problemfeld städtischer Sicherheitspolitik. Der Schwäbische Städtebund und die Grafen von Württemberg“, Kolloquium „Neues aus dem Mittelalter“, Technische Universität Darmstadt, Prof. Dr. Gerrit Jasper Schenk.
- November 2022: „Digital Editing Practices. Experiences from the ‚Burchards Dekret Digital‘ Project“ (zusammen mit Michael Schonhardt), Minerva-Gentner Symposium „Burchard of Mount Sion’s Descriptio Terre Sancte: Toward a Critical Edition and Beyond. An Interdisciplinary Workshop“, Bar Ilan University, Israel.
- November 2022: „Il decreto di Burcardo di Worms. Sfide e potenziali di un’edizione digitale“, Università Cattolica del Sacro Cuore, Mailand.
- Januar 2022: „Konsolidierung durch Konflikte – Die Sicherheitspolitik des Schwäbischen Schwäbischen (1376–1389)“, Oberseminar „Neue Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte“, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Birgit Studt.
- November 2021: „Bedrohungen städtischer Sicherheit im 14. Jahrhundert – Der Schwäbische Städtebund und die Reichspolitik Karls IV.“, Landesgeschichtliches Kolloquium, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Jürgen Dendorfer.
- Juli 2021: „Limits of Cooperation: The Swabian League of Cities (1376–89) and its Struggles for Urban Security“, Sektion „Borders that Bind: Boundedness and Interconnectivity in the Later Medieval Holy Roman Empire“, International Medieval Congress, Leeds.
- Mai 2021: „Praktische Erfahrungen mit der digitalen Transkription“, Projektvorstellung „Burchards Dekret Digital“, Kassel.
- Januar 2020: „Der Schwäbische Städtebund (1376–1389) als Instrument urbaner Sicherheitspolitik“, Landesgeschichtliches Kolloquium, Universität Marburg, Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann.
- Oktober 2019: „Der Schwäbische Städtebund 1376–1389. Methodische Überlegungen zu Sicherheitsproblemen in urbanen Netzwerken“, Medieval History Seminar, German Historical Institute (GHI), London.
- September 2019: „Friedenswahrung und Konfliktaustragung im Südwesten des Reichs. Städtische Bündnisse in Schwaben 1347–1400“, 9. Werkstattgespräche „Neues aus dem Mittelalter“, Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Historisches Institut, Universität Mannheim.
- Juni 2018: „Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I.“, Vortragsreihe „Zu den Anfängen der Landgrafschaft Hessen: Sophie von Brabant und Landgraf Heinrich I.“, Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner in Kooperation mit der VHS Region Kassel.
- Januar 2018: „Politische Netzwerke um Sophie von Brabant und Heinrich I.“, Landesgeschichtliches Kolloquium, Universität Marburg, Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann.