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Manon Marlene Koch M.A.

Projektmitarbeiterin "Burchards Descriptio Terrae Sanctae"

Kontakt

Seit September 2025: Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes

Seit Mai 2025: Doktorandin an der Universität Kassel (Mittelalterliche Geschichte – Prof. Dr. Ingrid Baumgärtner)

2024 – 2025: Exposé-Stipendiatin der Universität Kassel

2024: Praktikantin am Deutschen Historischen Museum (DHM), Berlin

2022 – 2024: Masterstudium Geschichte und Öffentlichkeit, Universität Kassel, Masterarbeit: „Am Rand. Marginalien in der Descriptio Terrae Sanctae von Burchard vom Berg Sion“

2022 und 2023: Projektmitarbeiterin im Stadtmuseum Kassel, Kassel (jeweils vier Monate)

2022: Praktikantin im Stadtmuseum Kassel, Kassel

2020 – 2024: Studentische Hilfskraft und Tutorin am Fachgebiet Mittelalterliche Geschichte, Universität Kassel

2019 – 2022: Kombinationsbachelorstudium Geschichte und Germanistik, Universität Kassel, Bachelorarbeit: „Ein aggressives und brutales Islambild? Die Gestaltung der Initialen in Biblianders Koranausgaben von 1543 und 1550“

2019 – 2021: Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hessischen Landtagsabgeordneten Manuela Strube (SPD), Kassel

2016 – 2019: Bachelorstudium Lehramt für sonderpädagogische Förderung, Universität zu Köln, Bachelorarbeit: „Mentoring für Geschwister von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung“

2014 – 2016: Bachelorstudium Ökologische Landwirtschaft, Universität Kassel

Rezeptionsspuren am Rand. Zur handschriftlichen Überlieferung der Descriptio Terre Sancte Burchards vom Berg Sion (Arbeitstitel)

Das Heilige Land kann als zentraler Bezugspunkt für das christlich-lateinische Denken und Handeln gelten. Besonders die Descriptio Terre Sancte, die Burchard vom Berg Sion in den 1280er Jahren verfasste, prägte Vorstellungen von Geographie, Topographie und Ethnographie dieser Region bis in die Frühe Neuzeit, wie zahlreiche Manuskripte und frühe Drucke belegen. Während bisherige Studien vor allem den variationsreichen Text untersuchten, blieben die zahlreichen Randnotizen weitgehend unbeachtet. Doch diese Marginalien zeugen auf besondere Art von strukturellen und inhaltlichen Auseinandersetzungen mit dem Werk: Religiöse und weltliche Akteur*innen schrieben sich individuell am Rand in die Handschriften ein. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es deshalb, zwei immer noch ungenügend erforschte Gebiete miteinander zu verbinden und hieraus jeweils neue Erkenntnisse zu gewinnen: den vielfach und variantenreich überlieferten Heiliglandbericht des Burchards vom Berg Sion und die Randkommentare in spätmittelalterlichen lateinischen Handschriften.

Um neue Einblicke in die Werkgeschichte und Rezeption der Descriptio zu gewinnen, gilt es, die Marginalien in ausgewählten Textträgern systematisch zu erfassen, sie zu kategorisieren und zu analysieren. Die Untersuchung erschließt dabei eine bislang wenig beachtete Quellengattung und entwickelt Methoden der Marginalienforschung weiter. Darüber hinaus soll das Projekt zur Diskussion über digitale Editionen beitragen und das Verständnis mittelalterlicher Reise- und Pilgerliteratur grundsätzlich verbessern.

Manon Koch, Am Rand. Marginalien in Handschriften der Descriptio Terrae Sanctae, in: Mittellateinisches Jahrbuch. Internationale Zeitschrift für Mediävistik und Humanismusforschung 61 (2026), Heft 1-2 (nach Peer Review im Satz).

Co-Editorin, Digitale Selbstlernkurse Mittelalterliche Geschichte, Universität Kassel, verfügbar unter: https://openmoodle.uni-kassel.de/course/index.php?categoryid=28.

Marginalien und Burchards Descriptio. Eine Annäherung: DFG-Workshop “Annotationen als Forschungsfeld”, Universität Kassel, 22.07.2025.

Many Small Traces. Marginal Notes in Burchard of Mount Sion's Descriptio Terre Sancte: Ringvorlesung an der Faculty of Arts, Univerzita Karlova, Prag, 30.04.2025.

Glosses and excerpts – work in progress, gemeinsam mit Phillip Landgrebe: DFG-Workshop, Universität Kassel, 12.07.2023.