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Swenja Hoschek M.A.

Neuere Geschichte

Projektmitarbeiterin "Großsiedlungen"

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Seit 2018

Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Großsiedlungen in der Krise? Modernekritik und Vergemeinschaftung in den 1970er Jahren“ am Institut für Geschichte, Fachbereich Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte der TU Darmstadt

2009-2017

Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie der Geschlechterforschung an der Georg-August-Universität Göttingen (B. A.) und Studium der europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Philipps-Universität Marburg (M. A.)

Arbeitstitel

Zwischen Stigma und Alltag. Aneignung und Umfeldgestaltung von Großsiedlungen durch ihre Bewohner*innen

Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts

Die Arbeit untersucht die Entstehung von sozialen Gemeinschaften und politischen Initiativen in den neu errichteten und groß angelegten Wohnungsbauprojekten der späten 1960er Jahre am Stadtrand anhand zweier Beispiele. Der Untersuchungszeitraum umfasst die 1970er und 1980er Jahre. In dieser Zeit entstand in den neuen Siedlungen erstmal ein soziales Gefüge. Doch gerieten die Großsiedlungen bereits in den 1960er Jahren in die Kritik: Zum einen liefen Planung und Realität auseinander und besonders Wohnfolgeeinrichtungen fehlten. Zum andern wurden die Berichterstattung über Großsiedlungen von Meldungen über Kriminalität und Armut dominiert, die die öffentliche Debatte prägten.

Trotz oder gerade aufgrund der negativen Außenwahrnehmung entstanden in den Großsiedlungen soziale Infrastrukturen. Betroffene setzten sich auf mehreren Ebenen für das Leben in ihrem Stadtteil ein und versuchten, mit den Stigmas ihres Wohnortes umzugehen und das Image durch reale Veränderungen im baulichen und sozialen Stadtbild zu verbessern. Dabei war die Wahrnehmung der BewohnerInnen von ihrem Wohnumfeld deutlich positiver als die öffentliche Meinung. Die Arbeit soll diese Differenz in Hinblick auf Möglichkeiten der sozialen Interaktion in den neuen Stadtteilen betrachten.

Blog zum Projekt

Hier gehts zum Projekt-Blog: „Großsiedlungen in der Krise? Modernekritik und Vergemeinschaftung in den 1970er Jahren“

Wintersemester 2019/20

Übung: Großsiedlungs(er)leben

Aufsätze

  • Wohnfolgeeinrichtungen problematisieren. Spielplätze als Aushandlungsräume in den 1970er Jahren im Osdorfer Born, in Forum Stadt 3/2020, S. 207-222.
  • Gemeinsam mit Sebastian Haumann: Editorial: ‚Großsiedlungen als Problemkonstruktion‘, in: Forum Stadt 3/2020, S. 185-190.
  • Wer gestaltet Großsiedlungserzählungen? Diskursive Imagekonstruktion eines Wohnortes in der BRD der 1970er Jahre, in: Tomović, Jelena; Nicke, Sascha: Un-Eindeutige Geschichte(n)?! Theorien und Methoden in den Kultur-/Geschichtswissenschaften, Berlin 2020, S. 169-196.
  • Wasser – ein wandelbares Lebensmittel, in: Eggert, Alexander; Wiese, Rolf (Hrsg.): Wasser – ohne läuft nichts! Wasserversorgung in Marsch und Heide, Rosengarten 2015, S. 121-128.

Schwerpunktheft

Gemeinsam mit Sebastian Haumann: Großsiedlungen als Problemkonstruktion (Schwerpunktheft) Forum Stadt 3/2020.

Blog

Betreuung des Blogs zum DFG-Projekt „Großsiedlungen in der Krise? Modernekritik und Vergemeinschaftung in den 1970er Jahren“