Benedikt Vianden

Neuere und Neueste Geschichte

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Kontakt

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Dolivostraße 15
64293 Darmstadt

Wissenschaftlicher Werdegang

10/2009 – 04/2016 Bachelor- und Master-Studium Geschichtswissenschaft an der TU Darmstadt

04/2016 – 09/2017 Studium der Politikwissenschaft an der TU Darmstadt

10/2017- 04/2020 Promotion in Geschichtswissenschaft am Graduiertenkolleg KRITIS an der TU Darmstadt

Beruflicher Werdegang

04/2017 – 08/2017 Studentischer Mitarbeiter im Rahmen des Projektes „Crisis, Conflict and Critical Diplomacy: EU Perceptions in Ukraine and Israel/Palestine /C3EU)“, TU Darmstadt

04/2017 – 10/2017 Studentischer Mitarbeiter beim „Jean Monnet Center of Excellence – EU in Global Dialogue (CEDI)“, TU Darmstadt

01/2017 – 10/2017 Studentischer Mitarbeiter bei der „Politischen Vierteljahresschrift“, TU Darmstadt

10/2017 – 02/2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg KRITIS, TU Darmstadt, Doktorand

02/2020 – 09/2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg KRITIS, TU Darmstadt, Assistent des Sprechers

04/2020 – 04/2021 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg KRITIS, TU Darmstadt, Anschubfinanzierung

9/2020 – 10/2021 Geschäftsführer (Elternzeitvertretung) des Graduiertenkolleg KRITIS, TU Darmstadt

• Historische Kolonialismusforschung

• Migrationsgeschichte

• Historische und interdisziplinäre Infrastrukturforschung

• Israelische Geschichte

• Geschichte des deutschen Kaiserreichs

„Deutsche Kolonien unter fremder Flagge“ – Siedlerkolonien in der ‚Neuen Welt‘ und die Rolle des Deutschen Reiches 1840-1918

Das Forschungsprojekt legt seinen Fokus die Entwicklung von privaten deutschen Siedlerkolonien in der ‚Neuen Welt‘ sowie deren Einbindung in das deutsche Kolonialreich und die deutsche Kolonialbewegung. Dies wird anhand verschiedener Fallbeispiele in Texas, Südbrasilien und Australien untersucht. Die dortigen Siedlungscluster unterhielten teils feste Kontakte in die Heimat und konservierten die deutsche Kultur zusätzlich durch eine lokal relativ homogene Bevölkerungsstruktur.

Mit der Transformation der neuen Heimat von Territorialstaaten hin zu Nationalstaaten wuchs jedoch beständig der Anpassungsdruck auf die Kolonien, sich in die nationalen Gesellschaften zu integrieren. Demgegenüber standen Bestrebungen der völkischen und nationalen Kräfte in Deutschland, diese Kolonien nun nach langer Vernachlässigung für das Heimatland in wirtschaftlicher, kultureller und politischer Sicht einzubinden. Im Ersten Weltkrieg waren zudem alle Staaten dieser Untersuchung Gegner Deutschlands, weswegen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene verstärkt gegen die Eigenständigkeit der deutschen Kolonisten vorgegangen wurde.

Anhand der Geschichte von ausgewählten Siedlungscluster in Texas (Fredericksburg/New Braunfels), South Australia (Klemzig/Barossa Valley) und Südbrasilien (Dona Francisca/Blumenau) soll aufgezeigt werden, dass Kolonialismus auch im kleinen, privaten Maßstab ein relevantes Konzept ist. Vor allem plant das Projekt, die informellen Beziehungen und Machtstrukturen zwischen den Deutschen Regierungen und den dortigen Siedlungen zu untersuchen.

Aktuelle Lehrveranstaltungen im WiSe 21/22

Proseminar: Einführung in die Neuere Geschichte