Jakob Schönhagen

Neuere Geschichte

Fachgebietsmitarbeiter Landesstelle | Auslandsbeauftragter am Institut für Geschichte

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Geboren 1989 in Tübingen, aufgewachsen in Rottenburg am Neckar

Stadtrat Rottenburg 2009-2014

2015 Staatsexamen in Geschichte und Englisch an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Examensarbeit 2015 zur 'Die Beraubung der Juden aus dem deutschen Machtbereich in Frankreich durch die Dienststelle Niedermeyer von 1941 bis 1944.'

Seit 2016 Promotion zur Entstehung und Entwicklung der internationalen Flüchtlingspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1967

DHI Paris: Dezember 2014

DHI London: Juli, August 2017

DHI Washington: Mai, Juni 2018

Global Humanitarian Research Academy (Mainz, Exeter, Genf) Juli 2018

Seit Oktober 2017 Einzelförderung des Forschungsprojekts der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG, HE 1579/53-1)

Dissertation: Entstehung und Entwicklung der internationalen Flüchtlingspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1967

Bis in die 1950er Jahre verstand die internationale Gemeinschaft die Flüchtlingsfrage als eine Art Ausnahmezustand, überwiegend in Europa, und nicht als dauerhaftes Weltproblem. Ein globaler Handlungszusammenhang entstand erst schrittweise zwischen 1950 und 1970. Wie, warum und unter welchen Bedingungen sich dieser Wandel vollzog, ist Gegenstand dieses Forschungsvorhabens. Hier werden zunächst die flüchtlingspolitischen Ansätze seit dem Ersten und dann verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die daraus entwickelten Schlussfolgerungen zusammengefasst. Die Untersuchung konzentriert sich dann auf vier zeitliche Wegmarken, die die Entwicklung hin zu einer institutionalisierten Weltflüchtlingspolitik prägten: die Entstehungsphase des UNHCR und der Genfer Flüchtlingskonvention 1949- 1951; die Ansätze einer über Europa hinausreichenden Universalisierung im Kontext der Algerienkrise 1957-1960; das New York Protocol 1959 – 1967 und schließlich die Praxis der UNHCR in Bangladesch 1971-73, der hier erstmals als „focal point organisation“ vor Ort agierte und die Repatriierung von über zehn Millionen Menschen organisierte. Hier hatte der UNHCR seinen bis heute gültigen Status als die zentrale Institution der weltweit agierenden Flüchtlingshilfe erreicht.

Rezension zu: Christiane Kuller, Bürokratie und Verbrechen. Antisemitische Finanzpolitik und Verwaltungspraxis im nationalsozialistischen Deutschland, München (De Gruyter Oldenbourg) 2013, 480 S. (Das Reichsfinanzministerium im Nationalsozialismus, 1), ISBN 978¬3¬486¬71659¬7, EUR 39,80, in: Francia-Recensio 2015 (4).

Rezension zu: José Brunner, Konstantin Goschler, Norbert Frei (Hg.), Die Globalisierung der Wiedergutma- chung. Politik, Moral, Moralpolitik, Göttingen (Wallstein) 2013, 355 S. (Beiträge zur Ge- schichte des 20. Jahrhunderts, 12), ISBN 978-3-8353-0981-4, EUR 39,90, in: Francia-Recensio 2016 (3).

Rezension zu: Marten Düring, Verdeckte soziale Netzwerke im Nationalsozialismus. Die Entstehung und Arbeitsweise von Berliner Hilfsnetzwerken für verfolgte Juden, Berlin, Boston (De Gruyter) 2015, VI–215 S., 53 Abb., ISBN 978¬3¬11¬037466¬7, EUR 89,95, in: Francia-Recensio 2016 (3).

Rezension zu: Michael Goebel, Anti-Imperial Metropolis. Interwar Paris and the Seeds of Third World Nationalism, Cambridge (Cambridge University Press) 2015, XIII–344 p., 23 ill. (Global and International History), ISBN 978-1-107-07305-0, GBP 77,00.

Tagungsbericht: HT 2018: Zerreißprobe „68“. Andere Perspektiven auf die westdeutsche Revolte, 25.09.2018 – 28.09.2018 Münster, in: H-Soz-Kult, 16.11.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7953>.

Jakob Schönhagen, Ein vergessenes Jubiläum. Das „New York Protocol“ von 1967 jährte sich im Jahr 2017 zum fünfzigsten Mal, in: Zeitgeschichte-online, November 2018, URL: https://zeitgeschichte-online.de/beitraege/ein-vergessenes-jubilaeum

Jakob Schönhagen, ‘Addis Ababa, 1969: The Convention on the Specific Aspects of Refugee Problems in Africa’, in Online Atlas on the History of Humanitarianism and Human Rights, edited by Fabian Klose, Marc Palen, Johannes Paulmann, and Andrew Thompson, April 2019, URL: hhr-atlas.ieg-mainz.de/articles/schoenhagen-addis-ababa

Ulrich Herbert / Jakob Schönhagen: Vor dem 5. September. Die „Flüchtlingskrise“ 2015 im historischen Kontext, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 70 (2020), 30–32, S. 27-36.

Konferenzen:
gemeinsam mit Professor Ulrich Herbert und dem DHI London: Internationale Migrationskonferenz: Migration in Europa seit 1945. Juni/juli 2021,

Artikel:
Jakob Schönhagen: Ambivalentes Recht. Zur Geschichte der Genfer Flüchtlingskonvention, in: Geschichichte der Gegenwart, 11. Juli 2021, https://geschichtedergegenwart.ch/ambivalentes-recht-zur-geschichte-der-genfer-fluechtlingskonvention/.

Zur Geschichte des Kohls:
Retter in größter Not nun selbst in Nöten, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), 22. Januar 2020.

Zur Geschichte medizinischer Sammlungen:
Anatomie für Fortgeschrittene, in: FAS, 20. Dezember 2020.

Radio:
Beitrag anlässlich 70 Jahre: Flüchtlingskonvention: Aus der Dlf Audiothek | Studio 9 | 70 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention – ist sie noch zeitgemäß?
https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=945052

Interviews:
mit Philip Ther:
https://journal.getabstract.com/de/2020/09/09/integration-gelingt-fast-immer/

mit Adam Tooze: https://journal.getabstract.com/de/2020/08/05/das-hat-es-in-dieser-form-noch-nie-gegeben/

Sprechstunde im Sommersemester 2021:

Für einen Sprechstunden-Termin (per Zoom) schreiben Sie mir bitte eine .