Geschichte der Transparenz in Politik und Gesellschaft

Internationale Tagung an der TU Darmstadt vom 18. bis 19. Juni 2019

2019/05/22

Wann immer eine Entscheidung getroffen wird, lassen sich Forderungen nach Transparenz vernehmen. Das ist vor allem in der Politik so, aber auch im Gesundheitswesen, an Universitäten und sogar beim Fußball. Diese Forderungen sind nicht neu, werden aber erst seit ein paar Jahren wissenschaftlich erforscht. Historikerinnen und Historiker setzen sich erstmals damit auseinander: Seit wann gibt es Transparenzforderungen, wer waren die Akteure? Welche Ziele verfolgten sie und mit welchen Mitteln? Die Tagung soll der historischen Forschung Raum für die Beschäftigung mit dem Konzept Transparenz geben.

Auch wenn ständig danach verlangt wird, ist Transparenz bisher nie vollständig im politischen Alltag erreicht worden. Bei genauerer Betrachtung handelt es sich hierbei um ein durchaus problematisches Konzept. Einerseits gilt sie als Voraussetzung für Demokratisierung und politische Teilhabe, andererseits kann sie auch als Instrument staatlicher Überwachung dienen. Eine historische Auseinandersetzung soll Aufschluss geben, in welchen Kontexten solche Forderungen laut wurden, und so beleuchtet die Tagung die Geschichte der Transparenz seit der Aufklärung. Jens Ivo Engels, TU-Professor für Neuere und Neueste Geschichte, leitet mit Kolleginnen und Kollegen die Tagung und gibt im Gespräch erste Ausblicke.

Hier geht es zu einem Interview mit Jens Ivo Engels