Felipe Beuttenmueller

Felipe Beuttenmüller Lopes Silva M.A.

Technikgeschichte

Graduiertenkolleg KRITIS

Kontakt

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Work S4 24 108
Landwehrstr. 50 A
Postanschrift: Dolivostr. 15
64293 Darmstadt

Felipe Beuttenmüller bei KRITIS, Graduiertenkolleg an der TU

Nach Vereinbarung

Studium

10/2016 – 10/2019 Master Studium der Geschichte mit Schwerpunkt Umwelt-Stadt-Technik, Technische Universität Darmstadt

10/2011 – 05/2016 Joint Bachelor Studium Geschichte und Philosophie, Technische Universität Darmstadt

Berufserfahrung

04/2016 – 08/2016 Studentische Hilfskraft – Mitarbeit an Prof. Dr. Mikael Hårds Projekt „Simultaneity & Locality: A global History of Technology“ Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

10/2015 – 10/2016 Studentische Hilfskraft der Bibliothek für Geist- und Geschichtswissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt

05/ 2013 – 08/2016 Studentische Hilfskraft, Institut für Geschichte: Technikgeschichte für Dr. phil. Catarina Caetano da Rosa im Rahmen ihres Habilitationsprojekts, Technische Universität Darmstadt

Auszeichnungen

2016 Deutschlandstipendium • Goethe Universität Frankfurt

2015 Deutschlandstipendium • TU Darmstadt

Dossier „Alter Ort, Neu-Isenburg“, Kooperationsprojekt der Kultur Region Frankfurt Rhein-Main und der TU Darmstadt zum Thema „Orte der Meinungsfreiheit“

(online aufrufbar unter: https://www.krfrm.de/projekte/geist-derfreiheit/orte-der-meinungsfreiheit/alter-ort-neuisenburg/)

Forschungsinteressen

  • Technikgeschichte
  • Infrastrukturgeschichte
  • Geschichte des globalen Südens
  • Kritische Infrastrukturen
  • Stadtentwicklung
  • Identitätsgeschichte

Dissertationsprojekt

Cold Chains as a Critical System – Eine urbane Geschichte der Kühlketten am Beispiel der Fleischversorgung in der Stadt São Paulo in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Arbeitstitel)

Mit ihrer Lage zwischen dem Hinterland und der Küste entwickelt sich São Paulo in der Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zum Wirtschaftszentrum Brasiliens. Die Expansion der Stadt ist eng mit der Industrialisierung des Landes verbunden. Durch die bereits existierende Handelskultur mit Fleisch, zeigte sich die Stadt als Knoten- und Handelspunkt für die Ausbreitung der nordamerikanischen Meat-Packer Industrien. Mit der importierten Technologie von Kühlsystemen, innerhalb eines nationalen Konzepts der Fleischproduktion, wuchs São Paulo zu einem Zentrum der Produktion gefrorenen und gekühlten Fleischs innerhalb von Brasilien an.

Im wirtschaftlich wachsende São Paulos stieg die Fleischproduktion nicht nur durch die Nachfrage von außen. Mit der Industrialisierung wuchsen die Binnenmigration und die Einwanderung von Arbeitern aus dem Ausland stieg stetig an. Die wachsende urbane Bevölkerung musste ebenfalls versorgt werden, was den regionalen Fleischmarkt ankurbelte. Mit dem Einsatz von Kühlsystemen für die Fleischkonservierung und durch die Preissenkungen durch den Druck der großen Kühlhäuser auf die lokalen Agrarproduzenten, war Fleisch von Speisenplan der „Paulistas“ (Einwohner der Stadt São Paulo) nicht mehr wegzudenken.

Das Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der Frage nach der Kritikalität von Kühlsystemen bzw. Kühlketten im städtischen Kontext am Beispiel der Fleischversorgung in São Paulo. Dafür wird der Bereich der Fleischproduktion, des Transports sowie der Hygiene und der Lagerungsverfahren (z.B. Zeitmanagement) im Bezug zur Kritikalität für die Versorgung der Konsumenten untersucht. Berücksichtigt werden zudem auch die Verkehrs- und urbanen Infrastrukturen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Entwicklung und Etablierung von Kühlketten. Dabei setzt das Dissertationsprojekt einen Schwerpunkt auf das Konzept der symbolischen Kritikalität in Bezug auf der Zuschreibung von Kühlketten als kritisches System.