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Heidi Schweickert

Kontakt

Heidi Schweickert (Dipl.Inf.wiss.) forscht im Bereich Digitalgeschichte über Technikemotionen im Kontext betrieblicher Anwendungssoftware und deren emotionalen Konjunkturen im Zeitverlauf; sie arbeitet freiberuflich als Historikerin.

1981 – 1986

Studium der Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Staatsexamen)

1984 – 1986

Wiss. Hilfskraft am Lehrstuhl für Germanistische Linguistik (Prof. Dr. Wiegand) im Bereich computergestützte Lexikographie

1986 – 1988

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IBM Wissenschaftszentrum Heidelberg für Computerlinguistik (Prof. Dr. Hellwig); Mitarbeit bei der Entwicklung eines natürlichsprachlichen juristischen Expertensystems

1988 – 1992

Studium der Informationswissenschaft an der Universität Konstanz mit Schwerpunkt Hypertext und Computerlinguistik (Diplom)

1989 – 1991

Graduierte wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Informationswissenschaft an der Universität Konstanz (Prof. Dr. Kuhlen)

1992 – 1997

Softwareunternehmen SAP in unterschiedlichen Funktionen (Training, Produktmanagement, Projektleitung)

1997 – 2000

SAP Labs Palo Alto, Kalifornien USA (US Marktforschung und Nutzeranalysen)

2000 – 2016

SAP Deutschland, Software-Vertrieb im In-und Ausland

Nebenberufliche Tätigkeit

1993 – 1997

Referentin für das POKO Institut (www.poko.de) zu den Themen Technologiefolgenabschätzung und Technologie-Knowhow-Transfer

Spiegel des sozialen Wandels, Die Anwohner am Leopoldplatz, in: Blick in die Geschichte (Bd. 6, 2013-2018), Info-Verlag Karlsruhe, 204-208.

Erstellung von Online-Dokumentation mit dem Hypertextsystem SAPfind, in: Neue Dimensionen in der Informationsverarbeitung, hg. v. Josef Herget, Proceedings des 1. Konstanzer Informationswissenschaftlichen Kolloquiums (KIK '93) Konstanz, 29.-30. Oktober 1993; Gesellschaft für angewandte Informationswissenschaft Konstanz (GAIK), UVK Verlag Konstanz, 90-96.

Hypertext – Einsatz und Nutzungsmöglichkeiten von Wörterbüchern in Hypertextsystemen, Konstanz 1991.

Thema: Kontinuität und Wandel von Technikemotionen bei der Einführung von Anwendungssoftware in Unternehmen am Beispiel von SAP (1972 bis zur Gegenwart)

Die Arbeit untersucht im Kontext betrieblicher Anwendungssoftware, wie die Einführung einer neuen, transformativen Informationstechnologie das Mensch-Maschine-Verhältnis emotional beeinflusst und wie sich dieses in der Zeit-Raumdimension wechselseitig verändert.

Forschungsgegenstand sind emotionale Konjunkturen aus betrieblicher Nutzerperspektive, die auf der Grundlage normativer Gesetztestexte, sogenannter Betriebsvereinbarungen zur Einführung von SAP-Technologie in Unternehmen, analysiert und im wissenschaftlichen Diskurs interpretiert werden. Hypothese ist, dass in der Auseinandersetzung von Belegschaften mit neuen Technologien und den daraus resultierenden betrieblichen Regelungen, Technikemotionen und emotionale Phänomene sowohl eruiert als auch hinsichtlich ihrer Modifizierbarkeit analysiert werden können.