Fabian Reinecker

Kontakt

seit 2018

Strategischer Analyst für die NATO in Großbritannien, Projektverantwortlicher Science & Technology Intelligence

2014 – 2018

Offizier der Bundeswehr, mit Tätigkeiten als Vorgesetzter einer Einheit, in internationalen Verwendungen in Afghanistan sowie als Projektmanager für IT-Projekte in den Bereichen Cyber & Marine

01/2012 – 09/2013

Masterstudium der Geschichtswissenschaft, mit dem Nebenfach Soziologie, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

10/2009 – 12/2011

Bachelorstudium der Geschichtswissenschaft, mit den Nebenfächern Politik und Wirtschaftswissenschaften, Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

2008

Ausbildung zum Marineoffizier, Marineschule Mürwik

1988

Geboren in Holzminden

60 Jahre Militärisches Nachrichtenwesen. Informationsgewinnung zwischen bipolarer Weltordnung und hybrider Kriegsführung. Von der Wiederbewaffnung zu den ersten „Out of Area“-Einsätzen. In: Hardthöhenkurier 33, Heft 6 (2017), S. 34 – 39 [mit Axel Binder]

60 Jahre Militärisches Nachrichtenwesen. Informationsgewinnung zwischen bipolarer Weltordnung und hybrider Kriegsführung. Aufklärung aus einer Hand im 21. Jahrhundert. In: Hardthöhenkurier 34, Heft 1 (2018), S. 36 – 40 [mit Axel Binder]

Dissertationsprojekt

Marine und Schiffbau in Deutschland – Eine Untersuchung ihrer interdependenten Entwicklungspfade am Beispiel der Fregattenrüstung für die Bundesmarine zwischen 1969 und 1989.

Die Planung, Beauftragung und der tatsächliche Bau eines Kriegsschiffes ist ein komplexer Prozess, der in allen Epochen der deutschen Marinegeschichte von zahlreichen politischen wie wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst wurde. Aus politischer Sicht waren die Schiffe der Marine nie nur militärisches Objekt, sondern auch Wirtschaftsförderung und Beschäftigungssicherung, Motor technischer Innovation sowie diplomatisches Mittel. Für die Schiffbauindustrie wiederum ist der Bau von Marineschiffen – eben aufgrund ihrer Politisierung – ein kostenintensives und wirtschaftlich wie technisch stark risikobehaftetes Geschäftsfeld. Um in diesem Spannungsfeld dennoch die optimalen Schiffe für ihren originär militärischen Zweck beschaffen zu können, entwickelten Militärs und Bürokraten in der Vergangenheit zahlreiche institutionalisierende Strukturen und Prozesse.

Das Dissertationsprojekt nimmt sich der deutschen Marinerüstung in ihrem historischen Verlauf an, um sie auf jene Zusammenhänge zwischen politisch-strategischer Streitkräftekonzeption, militärischem Erfordernis, technisch-wirtschaftlichem Umfeld zum Zeitpunkt ihrer Durchführung, sowie weiterer Politikfelder zu untersuchen. Im Fokus der Arbeit steht dabei die Beschaffung von Fregatten für die Bundesmarine zwischen 1969 und 1989. Bei dieser Kriegsschiffklasse handelt es sich um den für die (west-) deutsche Marine nach der Wiederbewaffnung 1955 bestimmenden Schiffstypen, deren Entwicklung mit der Planung und dem Bau der Fregatten Klasse F122, Bremen-Klasse, respektive deren Vorgängerentwürfen ab Mitte der 1960er Jahre, ihren Anfang nahm. Sie waren die ersten Schiffe, welche nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik wieder komplett national entworfen und gebaut wurden.

Damit ist die Bremen-Klasse Bezugspunkt für die Fragestellung, welche Einflussfaktoren auf konzeptionelle wie rüstungstechnische Entscheidungen in diesem Zeitraum den strategischen Kern bildeten, und welche prozessualen Strukturen innerhalb des bürokratischen Apparates tatsächlich angewandt wurden – oder der politischen Realität zum Opfer fielen. Dabei stellt sich auch die Frage nach den womöglich zu identifizierenden übergeordneten Entwicklungspfaden, die sich im weiterzufassenden Zeitverlauf der deutschen Marinerüstung im Verhältnis zwischen Marine und Schiffbau entwickelt haben.