Prof. Dr. Dieter Schott

Professor für Neuere Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Prof. Dr. Dieter Schott studierte Geschichte, Anglistik und Politikwissenschaft an der Universität Konstanz und der Freien Universität Berlin. Auf die Promotion 1987 folgte 1996 die Habilitation am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der damals noch Technischen Hochschule Darmstadt. Seit 2004 hat er den Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Darmstadt inne.

Welches Berufsziel hatten Sie während Ihres Studiums?

Ich habe mit dem Ziel studiert, Lehrer für Geschichte, Englisch und Politik zu werden. Der Einstieg in die Wissenschaft kam im Grunde durch die Beteiligung an einem Forschungsprojekt „Regionale Sozialgeschichte des Bodenseeraums“ an der Universität Konstanz. In diesem Forschungsprojekt engagierte ich mich in den letzten anderthalb Jahren meines Studiums. Ich schrieb dort meine wissenschaftliche Hausarbeit und begann mit den Vorarbeiten für meine Promotion. Durch die Mitarbeit an diesem Projekt erschien mir Wissenschaft allmählich attraktiver als die Schule.

Welche Qualifikationen aus Ihrem Studium sehen Sie als besonders wertvoll für Ihre heutige Tätigkeit an?

Ein ganzheitliches, vernetztes Denken, das Dinge in Zusammenhänge stellt; außerdem die Aufmerksamkeit für eine Perspektive, die darauf abzielt, das Handeln historischer Akteure im Hinblick auf die darin zum Ausdruck kommende soziale Logik zu verstehen.

Welche weiteren Kenntnisse waren in Ihrem Berufsalltag hilfreich?

Im Hinblick auf meinen Forschungsschwerpunkt Stadtgeschichte hat die Auseinandersetzung mit den Denkweisen von Architekten und Stadtplanern geholfen. Diese durfte ich in Lehrveranstaltungen mit Architekturstudenten kennenlernen.

Gute Englischkenntnisse waren sicher mit wesentlich für meine Berufung auf eine Professur an der University of Leicester (2000).

Welchen Teilbereich Ihres Berufs würden Sie als besonders interessant und spannend bezeichnen? Woran arbeiten Sie am liebsten?

Forschung, Betreuung von Doktoranden sowie Lehre mit fortgeschrittenen Studierenden.

Was würden Sie Studierenden raten, wie sie sich auf ihren Berufseinstieg vorbereiten sollten?

Offen sein, verschiedene Dinge auszuprobieren; mit Leidenschaft und Engagement studieren und letztlich den eigenen Interessen anstatt vorgeblichen Trends auf dem Arbeitsmarkt zu folgen.