Institut für Geschichte
Das Fachgebiet verbindet technik- und wissenschaftshistorische Forschungsthemen.
Derzeit stellt die Geschichte der Digitalisierung und der KI einen Forschungsschwerpunkt des Fachgebiets dar. Martina Heßler erforscht Fehler in der digitalen Wirklichkeit, Denis Ljuljanović schreibt die Geschichte der digitalen Fabrik aus der Perspektive des Nichtfunktionierens, Jakob Tschandl erforscht die Geschichte von Expertensystemen und im Kontext einer Emmy-Noether-Gruppe gerät wissenschaftshistorisch die Digitalisierung des Lernens in den Blick.
Die Geschichte des Reparierens, des Nichtfunktionierens und technologischer Fehler bilden einen zweiten Forschungsschwerpunkt des Fachgebiets. Neben den Projekten zu digitalen Fehlern und dem Nichtfunktionieren der digitalen Fabrik steht das Projekt von Felipe Beuttenmüller, der Zirkulationsprobleme im Verkehrssystem in Lissabon nach dem Zweiten Weltkrieg untersuchte und dabei den Begriff des Reparierens erweiterte.
Einen dritten Schwerpunkt stellen Forschungen im Bereich der Historischen Technikanthropologie dar. Hier steht die Geschichte der Mensch-Maschinen-Verhältnisse in Zeiten der Digitalisierung im Zentrum, aber bewusst auch Mensch-Maschinen-Verhältnisse über längere Zeiträume (Martina Heßler) sowie philosophisch-historische Zugänge zum Faktor Mensch in der digitalisierten Arbeitswelt. (Kevin Liggieri)
Eine von Kevin Liggieri geleitete Emmy-Noether Gruppe erforscht die Ko-Konstruktion von Technik und Lernen wissenschaftshistorisch. Dabei rückt die Transformation von lernenden Subjekten in den Fokus, die die Vorstellungen vom „Lernsubjekt“ in der digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts maßgeblich mitbestimmt haben. Die Forschungsgruppe untersucht die Problemkomplexe anhand von drei Analyseebenen: „Subjekt“, „Umwelt“ und „Geschlecht“.